Der Dreck muss weg! Neue Technik für Dresdens Abwasser

Ralf Strothteicher, Technik-Chef bei der Stadtentwässerung, nahm die Klärbecken in Betrieb.
Ralf Strothteicher, Technik-Chef bei der Stadtentwässerung, nahm die Klärbecken in Betrieb.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Wie der Aufguss türkischen Kaffees funktioniert auch die Reinigung von Abwasser im Nachklärbecken der Kläranlage Dresden-Kaditz.

Seit Dienstag sogar hochmodern mit höhenverstellbarer Beckentechnik. Das gereinigte Wasser, das in die Elbe gepumpt wird, ist jetzt noch sauberer.

„Der gesamte Umbau der sechs Nachklärbecken kostete 2,1 Millionen Euro“, so Ralf Strothteicher, Technik-Chef der Stadtentwässerung. „Hier klären wir den Belebtschlamm aus der vorherigen Klärstufe und das saubere Wasser. Durch die neue Technik wird das Wasser im Becken weniger durchmischt, der Bakterienschlamm setzt sich schneller und besser ab“, erklärt Unternehmenssprecher Torsten Fiedler.

Die sechs Nachkläranlagen wurden für 2,1 Millionen Euro umgerüstet
Die sechs Nachkläranlagen wurden für 2,1 Millionen Euro umgerüstet

Im Durchschnitt bleibt das Wasser fünf Stunden in den 4,5 Meter tiefen Betonbecken mit 50 Meter Durchmesser.

Die Kläranlage in Kaditz ist die größte in Ostdeutschland (ohne Berlin) und reinigt das Abwasser von etwa 650.000 Menschen in Dresden und Umgebung.

An durchschnittlichen Tagen klärt die Anlage 120.000 Kubikmeter Wasser. „Das sind pro Sekunde etwa zehn Badewannen voll Wasser, die bei uns ankommen“, so Fiedler.

Fotos: Stadtentwässerung Dresden, Holm Helis


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