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So leben Asylbewerber in Dresden

Dresden - Die Krisen der Welt erreichen auch Dresden. Immer mehr Asylbewerber kommen in die Stadt. 1800 Flüchtlinge leben derzeit in Dresden (537.000 Einwohner), in zwei Jahren werden es laut Rathaus-Prognose doppelt so viele sein.
Seit Januar wohnen im Asylheim an der Leipziger Straße 60 Flüchtlinge.
Seit Januar wohnen im Asylheim an der Leipziger Straße 60 Flüchtlinge.

Von Hermann Tydecks

Dresden - Die Krisen der Welt erreichen auch Dresden. Immer mehr Asylbewerber kommen in die Stadt. 1800 Flüchtlinge leben derzeit in Dresden (537.000 Einwohner), in zwei Jahren werden es laut Rathaus-Prognose doppelt so viele sein.

Unterkünfte sind bereits Mangelware. Bis 2016 richtet die Stadt darum 220 neue Wohnungen (1300 Plätze) ein.

Zusätzlich werden zwölf neue Wohnheime (850 Plätze) benötigt. Manche Dresdner stören sich daran, protestieren gegen die Pläne.

Ist es die große Angst vor dem Unbekannten?

Die Morgenpost hat sich im Umfeld eines Asylheims umgehört, Anwohner und Händler nach ihren Erfahrungen befragt ...

Seit Januar hat die Stadt ein Hotel an der Leipziger Straße angemietet und zum Asylheim umgebaut.

Hier leben 60 Flüchtlinge (hauptsächlich Familien) aus Afghanistan, Serbien, Syrien, Russland und Tunesien.

Das sagen Anwohner und Händler

Roger Lehner (25), stellvertretender Manager des benachbarten Windsor-Hotels
Roger Lehner (25), stellvertretender Manager des benachbarten Windsor-Hotels

Roger Lehner (25), stellvertretender Manager des benachbarten Windsor-Hotels: „Von unseren Gästen kommen keine Beschwerden. Das Asylheim hat sich auch nicht negativ auf die Zimmerbelegung ausgewirkt.“

Karl-Heinz Meinhardt (74), Spätshop-Betreiber: „Die Asylbewerber kaufen ein oder zeigen mir ihre deutsche Post, die sie nicht verstehen. Ich übersetze dann auf Russisch, notfalls verständigen wir uns mit Händen und Füßen. Manche nennen mich ihren 'deutschen Papa'. Es sind ganz normale und freundliche Menschen. Manchmal sind sie allerdings ziemlich laut. Wenn ich ihnen dann erkläre, dass es viele Deutsche stört, nehmen sie Rücksicht.“

Ein Händler (will anonym bleiben): „Das Asylheim tut der Ecke hier nicht gut. Sobald es dunkel wird, fühle ich mich unsicher hier. Obwohl ich noch nichts Negatives erlebt habe."

MOPO-Reporter Tydecks (31) befragte auch Murat Aslan (37) im Zülfikar-Supermarkt gegenüber vom Asylheim.
MOPO-Reporter Tydecks (31) befragte auch Murat Aslan (37) im Zülfikar-Supermarkt gegenüber vom Asylheim.

Anwohner René Lieback (22): „Ich höre im Heim ab und zu Gebrüll über mehrere Stockwerke. Aber damit habe ich kein Problem."

Murat Aslan (37), Betreiber des Zülfikar-Supermarkts: „Wir haben keine schlechten Erfahrungen gemacht. Wenn geklaut wird, sind es meistens deutsche Jugendliche.“

Floristin und Anwohnerin Petra Warkus (53): „Die Heimbewohner verhalten sich unauffällig. Wenn ich grüße, lächeln sie freundlich zurück. Wie man in den Wald hineinruft ...“

Gebrauchtwagenhändler Frank Eichler (56): „Ich hatte bis jetzt keine Probleme. Aber ich sehe oft Polizeiwagen vor dem Heim, was mich beruhigt.“

Vier wichtige Fragen zu Asylbewerbern

Dresdner helfen Asylbewerbern: Mit ehrenamtlichem Deutschunterricht will Gertraud Kasten (M.) das Leben und die Kultur dieser serbischen Familie kennenlernen.
Dresdner helfen Asylbewerbern: Mit ehrenamtlichem Deutschunterricht will Gertraud Kasten (M.) das Leben und die Kultur dieser serbischen Familie kennenlernen.

Wie werden Flüchtlinge verteilt?

Asylbewerber werden von der Bundesregierung nach dem „Königsteiner Schlüssel“ verteilt. Sachsen muss 5 Prozent aufnehmen. Zum Vergleich: In Bayern sind es 15 Prozent.

Welche Hilfen bekommen sie?

Die Flüchtlinge erhalten eine Unterkunft und monatlich 329 Euro (80 Prozent von Hartz IV). Davon müssen sie u.a. ihr Essen bezahlen.

Woher kommt das Geld?

Dresden erhält dafür dieses Jahr 7,6 Millionen Euro vom Freistaat. Damit deckt die Stadt rund zwei Drittel ihrer Kosten.

Wieso arbeiten Asylbewerber nicht?

Weil es ihnen verboten ist. In den ersten neun Monaten des Antragsverfahrens dürfen mit Ein-Euro-Jobs monatlich maximal 80 Euro dazuverdient werden. Erst nach vier Jahren ist Asylbewerbern Arbeit ohne Einschränkung erlaubt.

Das Asyl-Thema birgt sozialen Sprengstoff!

Der Runde Tisch Asyl soll Vorurteile abbauen und mehr Infos über Flüchtlinge vermitteln.
Der Runde Tisch Asyl soll Vorurteile abbauen und mehr Infos über Flüchtlinge vermitteln.

Dresden - „Die Frage, wie wir mit Menschen in Not umgehen, ist die Nagelprobe für uns alle“, erklärte Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (61, CDU).

Wie sich das Zusammenleben zwischen Dresdnern und Asylbewerbern verbessern lässt, diskutierten Bürger und Politiker auch beim dritten Runden Tisch „Asyl in Dresden“.

Nach stundenlanger Gruppenarbeit stand fest: Dresdens Bürger wissen viel zu wenig über die eintreffenden Flüchtlinge, das Asylverfahren und Hilfsangebote.

„Aus diesem Grund planen wir, alle neuen Einrichtungen zunächst mit einem Tag der offenen Tür den Anwohnern vorzustellen“, kündigte Sozialbürgermeister Martin Seidel (38, parteilos) an.

„In Dresden entsteht eine Bewegung, die helfen will!“ freute sich Marko Schmidt (25) vom Sächsischen Flüchtlingsrat. „Noch kann die Stadt die ehrenamtlichen Helfer aber nicht zufriedenstellend koordinieren.“

Dafür will das Rathaus nun eine Stelle schaffen. Wer jetzt helfen will, kann sich bei Caritas, Diakonie, Bürgerstiftung oder der Kontaktgruppe Asyl melden.

Der Kommentar

Menschlich bleiben!

Von Hermann Tydecks

Wie soll Dresden mit seinen Asylbewerbern umgehen - kein anderes Thema wird zwischen Bürgern und Politikern seit Wochen so heftig und emotional diskutiert (was übrigens gar nicht das Schlechteste für ein demokratisches System ist).

Klar ist: Es gibt Ängste und Vorbehalte gegenüber den Asylbewerbern. Und das nicht nur bei ihren zukünftigen Nachbarn, sondern auch bei Anwohnern und Händlern, die bereits jetzt Tür an Tür mit den Flüchtlingen leben.

Klar ist aber auch: Diese Unsicherheit lässt sich aus der Welt räumen! Denn sie beruht vor allem auf einem: der großen Angst vor dem Unbekannten.

Das hat auch unsere Recherche vor Ort am Asylheim in Trachau ergeben: Die meisten Nachbarn haben so gut wie keinen Kontakt mit den Menschen hinter den Mauern des Asylheims.

Und so werden die Flüchtlinge schnell „entmenschlicht“ wahrgenommen, verwandeln sich in dunkle Gestalten, die sich herumtreiben.

Dabei haben viele der von uns Befragten sogar positive Erfahrungen gemacht. Konkret schlechte dagegen nur wenige. Mehrfach störten sich Nachbarn (verständlicherweise) am Gebrüll im Asylheim und der regelmäßigen Polizei-Präsenz.

Doch die Streifenwagen rücken laut Polizei fast ausschließlich wegen internen Streitigkeiten der Heimbewohner an.

Und mal ehrlich: Dass es zu Auseinandersetzungen kommt, wenn 60 Menschen, darunter Muslime, Christen und Hindus, auf engstem Raum zusammenleben, liegt nahe.

Übrigens: Die Polizei wird ähnlich oft zu Studentenwohnheimen gerufen. Gut, dass das immer mehr Dresdner erkennen. Viele wollen sich aktiv informieren und sogar helfen.

Gut, dass die Stadt zukünftig besser aufklären, informieren und auch Hilfe koordinieren will. Nur so lassen sich Vorurteile und Ressentiments abbauen.

Fotos: Petra Hornig, Christian Suhrbier

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