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So lief der spektakulärste Prozess des Jahres

Dresden - Am Landgericht Dresden ging dieser Tage einer der spektakulärsten Prozesse der letzten Jahre zu Ende. Nicht minder spektakulär das Urteil: Der voll schuldfähige Täter bekam dafür nicht lebenslang. Wir erklären die wichtigen Erkenntnisse dieses Falls, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte.

Von Steffi Suhr

Dresden - Am Landgericht Dresden ging dieser Tage einer der spektakulärsten Prozesse der letzten Jahre zu Ende.

Denn die Tat, um die es da ging, übersteigt die Vorstellungskraft der meisten von uns: Ein Mensch tötet einen anderen Mensch mit dessen Einverständnis, um seine Leiche dann vor laufender Kamera zu zerstückeln.

Nicht minder spektakulär das Urteil:
Der voll schuldfähige Täter bekam dafür nicht lebenslang. Wir erklären die wichtigen Erkenntnisse dieses Falls, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte.

Acht Jahre und sechs Monate Haft wegen Mordes und Störung der Totenruhe. So lautet das Urteil gegen Detlev G. (57) am Landgericht Dresden. Aber die Richter schicken erstmals in Deutschland einen Mörder nicht lebenslänglich hinter Gitter!

Für die Kammer um Chefrichterin Birgit Wiegand (63) steht fest, dass der Schriftsachverständige des LKA im November 2013 den Geschäftsmann Wojciech S. (59) aus Hannover erhängte, dessen Leiche zerstückelte, die Einzelteile im Garten vergrub. Die Schlachtung im SM-Keller seiner Pension im Gimmlitztal, bei der allein die Sezierung der Geschlechtsorgane 16 Minuten dauerte, nahm er per Video auf.

Das war eindeutig eine Tat mit sexuellem Motiv, auch wenn das der Angeklagte stets bestritt“, referierte die Richterin. Zweites Mordmerkmal: Um den Körper zu zerlegen (Störung der Totenruhe), musste der Polizist sein Opfer töten.

Darauf steht laut Gesetz lebenslang.
Zumal die Gutachter keinerlei Schuldminderungsgründe fanden. „Dennoch müssen wir Ausnahmekriterien berücksichtigen“, so Richterin Wiegand. „Wojciech S. war mit allem einverstanden. Er brauchte Detlev G. zur Verwirklichung seiner jahrelangen Fantasien, getötet, geschlachtet und verspeist zu werden. Das war auch im Chat deutlich lesbar.“ Erst Tage vor der Tat hatten sich Detlev G. und Wojciech S. auf einer Kannibalen-Webseite kennengelernt. Der eine suchte ein Opfer, der andere einen Täter ...

Mildernd sei auch das Nachtatverhalten des Hauptkommissars gewesen:
Er meldete sich im Chat ab, suchte keine neuen Opfer. Und am Ende des Videos, das er später löschte, sagte der LKA-Beamte: „Dass ich mal so tief sinke, hätte ich nie gedacht.“

Der Täter - wer ist Detlef G.?

Detlev G. (57) ist seit 1980 Polizist. Über Weiterbildungen wurde er schließlich Schriftsachverständiger im Landeskriminalamt Sachsen (LKA). Dienstgrad: Kriminalhauptkommissar. Bis zu seinem Outing war er mit einer Frau verheiratet, hatte mit ihr zwei Kinder. Seit 2000 lebte Detlev G. mit seinem Lebensgefährten zusammen in einer offenen Beziehung. Das Paar heiratete, ließ sich aber nach dieser Tat scheiden.

Laut Gutachter habe Detlev G. einerseits eine ganz normale Sexualität, andererseits starkes Interesse an SM-Spielarten. Detlev G. schreckte dabei auch nicht vor Eigenoperationen zurück. Der Gutachter: „Er ist darauf sehr stolz. Das macht ihn omnipotent. Er war der Master.“

Das Opfer

Wojciech S. (59) kam vor 25 Jahren von Polen nach Deutschland und galt als „Stehaufmännchen“. Er war Lkw-Fahrer, zog einen Gemüsehandel auf, vermittelte letztlich polnische Kraftfahrer und trat 2011 für die CDU sogar bei der Kommunalwahl im Raum Hannover an.

Er war mehrfach verheiratet und liiert. Aber bis zum Schluss hielt er täglich Kontakt zu seiner Tochter (16). Weil Wojciech S. sein Kind nicht mehr anrief, schöpfte seine Ex-Frau Verdacht.

Ein Geschäftspartner meldete ihn als vermisst. Dabei wurde durch seine erste Frau bekannt, dass Wojciech S. seit frühester Kindheit von der Phantasie besessen war, getötet, geschlachtet und einverleibt zu werden.

Der Prozess

Die Verhandlung vor der Schwurgerichtskammer begann im August 2014. An 22 Prozesstagen wurden über 20 Zeugen gehört - ermittelnde Polizisten, Kollegen des Killer-Kommissars, die Familie des Getöteten. Und Chat-Partner, die mit Detlev G. auf der Kannibalen-Webseite „Zambianmeat“ Kontakt hatten.

Außerdem zahlreiche Gutachter. Allein zwei Psychiater! Die erklärten, dass Detlev G. zwar narzisstische Züge habe, seine Tat sexuelle Hintergründe hätte, er aber voll schuldfähig ist und erst recht keiner Therapie bedarf. Außerdem sprach ein TÜV-Experte zur Dehnbarkeit des Seils, an dem Wojciech S. starb. Und der Gerichtsmediziner, der die Leichenteile obduziert hatte.

Die Tat

Die durch das Gericht festgestellte Tat liest sich wie die Chronik eines angekündigten Todes: Wojciech S. und Detlev G. hatten am 2. Oktober 2013 auf der Kannibalen-Seite „Zambianmeat“ im Internet zum ersten Mal Kontakt. Richterin Birgit Wiegand (63): „Es ging Herrn S. von Anfang an um das Getötetwerden.“

Detlev G. war anfangs unsicher, die Tat „durchzuziehen“. So sagte er einen ersten „Schlachttermin“ Ende Oktober ab, woraufhin Wojciech S. „enttäuscht“ war.

Am 4. November dann kam der Mann aus Hannover im Bus nach Dresden, schieb Detlev S. eine SMS: „Dein Braten steht zur Abholung bereit.“ Gut 45 Minuten dauerte die Fahrt im Auto zur Pension im Gimmlitztal. Dort gingen die Männer in den SM-Keller, dem „Hauptquartier“.

„Dort klebte er dem S. Panzertape auf den Mund, band die Hände auf den Rücken, legte ihm die Schlinge um den Hals“, so Richterin Wiegand. „Er betätigte die elektrische Seilwinde. Wojciech S. wurde erhängt.“

Danach zerlegte der Kommissar die Leiche vor laufender Kamera. „Dabei manipulierte er sich immer wieder am Geschlecht“, so die Richterin. Am Ende des Videos sagt Detlev G. in die Kamera: „Dass ich mal so weit sinke, hätte ich nie gedacht.“

Die Einzelteile der Leiche vergrub er im Garten. Am 27. November rückten Beamte von der Vermisstenabteilung Hannover und die Mordkommission im Gimmlitztal an, gleichzeitig wurde Detlev G. im LKA festgenommen. Fast drei Wochen gruben Polizisten und Fachmänner die Leichenteile wieder aus.

Wie geht's weiter?

1.) Kommt es zu einer Revision, mithin einer Neuverhandlung beim Bundesgerichtshof (BGH)?
Nicht unbedingt. Noch bis Mittwoch, 24 Uhr, haben sowohl der Staatsanwalt als auch die Verteidiger die Möglichkeit, Revision gegen das Urteil einzulegen. Wenn in einigen Wochen das Urteil geschrieben ist, müssten die Juristen dann noch ihre Begründung für die Revision nachschieben. Nur dann wird der BGH aktiv. Beide Seiten kündigten zumindest an, die Möglichkeit einer Neuauflage zu prüfen.

2.) Kommt Detlev G. vorzeitig frei?
Möglich. Wird das Urteil rechtskräftig, muss Detlev G. die acht Jahre und sechs Monate erst mal antreten. Ob dann Paragraf 57 StGB angewandt wird, muss geprüft werden: So müssen besondere Umstände, wie Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit oder Vorstrafen, geprüft werden. Detlev G. gilt weder als gemeingefährlich noch ist er vorbestraft.

3.) Darf er zurück ins LKA?
Nein. Bis zur Rechtskraft des Urteils gilt zwar die Unschuldsvermutung, bezieht der Hauptkommissar noch Gehalt vom Freistaat. Mit Rechtskraft des Urteils ist er nicht nur seinen Job los, sondern auch seine Pensionsansprüche. Und nach einer Entlassung darf er nicht erneut im LKA anheuern. Im Führungszeugnis steht dann schließlich: Mord.

4.) Was erwartet ihn im Knast?
Ein geregelter Alltag. Bis zur Rechtskraft des Urteils sitzt Detlev G. weiterhin in U-Haft. Dort darf er höchstens als Hausarbeiter jobben. Doch im Prozess erklärte er ohnehin, er schreibe gerade ein Buch. In Strafhaft beginnt der Tag um 6 Uhr, vormittags ist Hofgang, Mittag gibt es auf der Zelle. Allerdings dürfte G. dann in den anstaltseigenen Betrieben (Polsterei, Tischlerei, Bäckerei, Schlosserei oder Auto-Werkstatt) arbeiten.

Fotos: Matthias Hiekel, privat, Egbert Kamprath, Screenshot/Spiegel, Ove Landgraf

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