St. Pauli gewinnt Pyro-Derby gegen den HSV!

Hamburg - Was für ein Spiel! Leidenschaftlicher Kampf von beiden Seiten und super Stimmung am ausverkauften Millerntor. Der FC St. Pauli hat den Hamburger SV am Montagabend mit 2:0 (1:0) besiegt und sich damit für die bittere 0:4-Packung aus der Vorsaison revanchiert. Dimitrios Diamantakos brachte die Kiezkicker in Führung, ein Eigentor von Rick van Drongelen sorgte für die Vorentscheidung.

Dimitrios Diamantakos dreht nach seinem Treffer jubelnd ab.
Dimitrios Diamantakos dreht nach seinem Treffer jubelnd ab.  © Christian Charisius/dpa

St. Paulis Trainer Jos Luhukay brachte im Vergleich zum unglücklichen 3:3-Unentschieden bei Dynamo Dresden drei neue Spieler.

Sebastian Ohlsson, der sein Debüt im braun-weißen Dress gab, Christian Conteh und Leo Östigard ersetzten Florian Carstens, Niklas Hoffmann und Waldemar Sobota.

HSV-Coach Dieter Hecking vertraute auf der Rechtsverteidigerposition Josha Vagnoman. Er ersetzte den schwerverletzten Jan Gyamerah.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit vielen Zweikämpfen, es ging gleich richtig zur Sache.

Die ersten Chancen des Spiels erarbeiteten sich die Kiezkicker. Östigard setzte einen Kopfball über das Tor (11. Minute), Marvin Knoll zwang drei Minuten später HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes zu einer Flugeinlage.

Und dann stand das Millerntor plötzlich Kopf. Dimitrios Diamantakos erzielte in der 18. Minute das 1:0 für den FC St. Pauli.

Der Grieche netzte mit dem Kopf per Abstauber ein, nachdem Knoll noch am Pfosten gescheitert war. Fürs Trikotausziehenbeim Jubeln sah er im Anschluss allerdings die gelbe Karte. Dennoch hätte es für die Kiezkicker bis hierhin nicht besser laufen können.

HSV wacht spät auf

St. Paulis Christian Conteh fliegt in seinem Zweikampf mit HSV-Spieler Josha Vagnoman zu Boden.
St. Paulis Christian Conteh fliegt in seinem Zweikampf mit HSV-Spieler Josha Vagnoman zu Boden.  © Christian Charisius/dpa

Der HSV blieb bis hierhin vieles schuldig. Nichts war von der so gefährlichen Offensive zu sehen. Lediglich Bakery Jatta (20.) und Lukas Hinterseer (31.) prüften St.-Pauli-Schlussmann Robin Himmelmann mit Schüssen aus rund 20 Metern.

Richtig glänzen konnte er allerdings kurz vor der Halbzeit, als er einen Schuss von Sonny Kittel gegen die Latte lenkte.

Kurze Zeit später war Himmelmann war nach Hintersee-Abschluss machtlos, doch der Ball war zuvor bereits im Toraus. So blieb es zur Halbzeit bei der verdienten 1:0-Führung für die Kiezkicker.

Die zweite Hälfte begann mit einem Wechsel. HSV-Trainer Hecking brachte Aaron Hunt für Khaled Narey. Die Rothosen übernahmen von Beginn an der zweiten 45 Minuten die Kontrolle und hatte durch Hinterseer zwei dicke Chancen zum Ausgleich.

Erst rettete St.-Pauli-Keeper Himmelmann nach einem Lupfer noch vor der Linie mit einer Faust, wenig später schoss sich der HSV-Stürmer völlig freistehend am Fünfer selbst an und schaufelte den Ball über das Tor.

Und genau in diese Drangphase der Aufstiegskandidaten schlugen die Kiezkicker eiskalt zu und erzielten das 2:0!

Möller-Daehli führte einen Freistoß flach in den Strafraum aus, Knoll ließ ihn durch und am Ende drückte ihn HSV-Verteidiger Rick van Drongelen ins eigene Tor.

St. Pauli mit kämpferischer Top-Leistung

Dimitrios Diamantakos setzt sich gegen Josha Vagnoman und Adrian Fein durch.
Dimitrios Diamantakos setzt sich gegen Josha Vagnoman und Adrian Fein durch.  © Christian Charisius/dpa

Dieter Hecking reagierte sofort und brachte Neuzugang Martin Harnik für Bakery Jatta.

Direkt vor dem 2:0 wechselte auch St. Pauli. Matt Penney kam für Christian Conteh.

Angepeitscht von den eigenen Fans warfen sich die Kiezkicker anschließend in jeden Zweikampf und ließen sich tief in die eigene Hälfte fallen.

Vor allem Finn-Ole Becker zeigte hier eine überragende Partie. Der Youngster leitete nicht nur geschickte Regie, sondern gewann auch eine Vielzahl an Zweikämpfen.

Der HSV versuchte mit aller Macht den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch als der Ball im Netz zappelte, hob der Linienrichter die Fahne.

Hinterseer legte den Ball per Kopf quer auf den eingewechselten Harnik, doch spätestens der stand im Abseits. Es blieb beim 2:0 für den FC St. Pauli.

Hecking zog in der 78. Minute seinen letzten Joker und brachte Ex-St.Pauli-Spieler Jeremy Dudziak für Kinsombi. Luhukay tauschte hingegen Jan-Philipp Kalla und Youba Diarra für Sebastian Ohlsson und Marvin Knoll.

St. Pauli schaffte es in der Folge mit einen Angriffen für Entlastung zu sorgen. Möller-Daehli (83./85.) und Daniel Buballe hatten die Chance endgültig den Deckel auf die Partie drauf zu machen, scheiterten aber entweder am Pfosten oder an Daniel Heuer Fernandes.

Damit blieb es beim nicht unverdienten 2:0-Sieg für die Kiezkicker. Der FC St. Pauli zeigte eine kämpferische Top-Leistung und zog dem HSV damit den Zahn, der nicht entgegenzusetzen hatte.

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