St.-Pauli-Kapitäne richten flammenden Appell an ihre Fans

Hamburg - Am kommenden Montag ist es endlich so weit! Der FC St. Pauli empfängt zum großen Derby den Hamburger SV.

Die Fans des FC St. Pauli vernebelten mit ihren Pyros das Millerntor-Stadion.
Die Fans des FC St. Pauli vernebelten mit ihren Pyros das Millerntor-Stadion.  © DPA

Die Erinnerungen an das vergangene Duell am Millerntor dürfte vor allem den Kiezkicker Angstzustände auslösen.

Mit 0:4 ging der FC St. Pauli im März baden, ein sportliches Debakel.

Doch auch das Geschehen auf den Zuschauerrängen war denkwürdig. Beide Fanlager zündelten, was das Zeug hielt - von einer Pyro-Hölle war die Rede, für die beide Vereine im Anschluss zur Kasse gebeten wurden.

Daher richteten sich die Kapitäne der St. Paulianer im Vorfeld mit einem Appell an ihre Fans.

"Ich hoffe, dass die vielleicht abgebrannt sind beim letzten Derby", sagte Jan-Philipp Kalla der Mopo. "Und falls es noch welche überlebt haben, dann schaffen die es ja vielleicht vor dem Spiel verbrannt zu werden und nicht währenddessen, damit da keine Spielunterbrechungen mehr entstehen."

Denn die haben den Kiezkicker den Saft gezogen. "Wir kommen gut aus der Pause und haben zwei Chancen, dann wird das Spiel unterbrochen und wir kriegen die Bude voll", erinnerte sich der derzeitige Kapitän Daniel Buballa.

Jan-Philipp Kalla (links) und Daniel Buballa richteten sich in einem Appell an die Fans.
Jan-Philipp Kalla (links) und Daniel Buballa richteten sich in einem Appell an die Fans.  © Bildmontage: imago images/Zink, imago images/Olive

"Ich heiße sowas generell nicht gut. Wenn vor dem Spiel mal eine Fackel brennt, kann ich da auch noch mit leben. Aber in der Form wie im letzten Derby war es nicht schön", lautete sein Urteil zur Pyrotechnik.

Das Derby im März musste mehrfach unterbrochen werden. "Wenn das drei-, viermal pro Halbzeit passiert, wird der Spielrhythmus unterbrochen. Und so war es im letzten Derby", sagte Kalla.

Da es das erste Duell der beiden Hamburger Teams seit acht Jahren war, hofft das St.-Pauli-Urgestein auf mehr Vernunft bei den Anhängern "Das letzte Spiel war eines, wo sich jeder acht Jahre drauf gefreut hat, das war Ausnahmezustand als Fußballfan. Du liebst deinen Verein und fieberst mit und tust alles für ihn und manche schießen dabei vielleicht mal übers Ziel hinaus. Ich hoffe, dass das letzte Saison eine Ausnahme war und diesmal gesitteter über die Bühne geht."

Das hofft auch Kollege Daniel Buballa. Er würde sich freuen, wenn nach dem Derby mehr über das Spiel und nicht über die Pyrotechnik sprechen würde.

Titelfoto: Bildmontage: imago images/Zink, imago images/Olive

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