Nun also doch! Kupfer-Bohrungen in der Lausitz beginnen!

Deschka/Zentendorf - Beschlossene Sache: Das Sächsische Oberbergamt hat grünes Licht für Erkundungsbohrungen in der Gemeinde Neißeaue gegeben.

Damit ist der Weg frei für die KGHM Kupfer AG. Das Tochterunternehmen des polnischen Bergbaukonzerns KGHM erkundet seit 2008 die Erzvorkommen mit geophysikalischen Messungen und Bohrungen in der Lausitz.

Am 9. März diesen Jahres kam das OK der Unteren Wasserbehörde.

Mit den Bohrungen sollen Kupfergehalt und Tiefenlage der kupferführenden Schichten im Boden untersucht werden. Diese werden anschließend wieder verfüllt.

Mit einem Bohrer wie diesem sollen nun die Arbeiten in der Gemeinde Neißaue beginnen.
Mit einem Bohrer wie diesem sollen nun die Arbeiten in der Gemeinde Neißaue beginnen.

Die Bedenken einer Bürgerinitiative hinsichtlich der Grund- und Trinkwassergefährdung wurden als unbegründet vom Sächsischen Oberbergamt abgewiesen.

Weitere Einwände, wie in etwa anderweitige Nutzung der Bohrungen für wissenschaftliche Zwecke im Rahmen des EU-Projektes BioMOre seien ebenso nicht begründet.

"Eine derartige Nutzung für Forschungszwecke wurde weder beantragt noch ist sie genehmigt", erklärte Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer vom Sächsischen Oberbergamt.

Weil gegen die Zulassungsentscheidung des Oberbergamtes dann doch noch von zwei Privatpersonen Widerspruch eingelegt wurde, mussten die Bohrungen vorläufig eingestellt werden.

Das Oberbergamt prüfte die Argumente der Anwohner, konnte aber keine Anhaltspunkte für Rechtsmängel oder auf Umweltgefahren finden.

Am Donnerstag wurde der von der KGHM Kupfer AG beantragte Sofortvollzug für die Zulassung des Aufsuchungshauptbetriebsplans und der wasserrechtlichen Erlaubnis angeordnet.

Das Unternehmen kann nun die Arbeiten wieder aufnehmen und mit der Errichtung des Bohrplatzes starten.

Fotos: Christian Suhrbier


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