Deshalb darf Frauke Petry nicht blau sein!

Frauke Petry sprach am Samstag bei einer Diskussionsveranstaltung ihres Bürgerforums "Blaue Wende" in Berlin.
Frauke Petry sprach am Samstag bei einer Diskussionsveranstaltung ihres Bürgerforums "Blaue Wende" in Berlin.  © DPA

Berlin/Dresden - Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry sieht sich politisch immer noch da, wo sie in der Frühphase der AfD stand.

Nicht sie habe sich verändert, sondern "die Partei, der wir angehört haben, hat sich gewandelt", sagte Petry am Samstag bei einer Diskussionsveranstaltung ihres Bürgerforums "Blaue Wende" in Berlin.

Das liberal-konservative Forum sei im Gegensatz zur aktuellen Ausrichtung der AfD gegen den Mindestlohn und gegen eine Außenpolitik, die primär auf Russland fokussiert sei.

Der frühere AfD-Funktionär Uwe Wurlitzer, der nun gemeinsam mit Petry als fraktionsloser Abgeordneter dem sächsischen Landtag angehört, sagte, er sei froh, dass er sich nun nicht mehr vor AfD-ler wie Jens Maier, Björn Höcke und André Poggenburg stellen müsse, deren Positionen er nicht teile.

Höcke, Maier und Poggenburg gehören dem rechtsnationalen AfD-Flügel an. Petrys Ehemann, Marcus Pretzell, sagte: «Wir sind nicht mehr alle Christen in Deutschland. Aber was uns alle vereinen sollte, ist ein christliches Weltbild.»

Petry hatte nach der Bundestagswahl ihren Austritt aus der AfD erklärt und "Die blaue Partei" gegründet. Diese soll spätestens zur Europawahl 2019 erstmals antreten. Petry gehört auch dem Bundestag als Fraktionslose an.

Der AfD-Bundesvorstand hat die Mitglieder der Partei diese Woche darüber informiert, dass die AfD Petry auf juristischem Wege die Nutzung ihres neuen Parteinamens untersagen lassen will.

Zur Begründung hieß es, die AfD bestehe auf ihrem Recht, "als einzige politische Kraft im Parteienspektrum als 'blaue Partei' wahrgenommen zu werden".


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