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Experten erklären: Deshalb steht Berlin so oft unter Wasser

Hat Berlin überhaupt eine Chance gegen die Wassermassen? Die wichtigsten Antworten zum Überschwemmungsproblem der Stadt.
Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif.
Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif.

Berlin – Wem in Berlin der Keller vollgelaufen ist, der betrachtet dicke schwarze Regenwolken mit anderen Augen. Schafft das der Gully? Berlin ist auch bei Schauerpower ein besonderes Pflaster. Das hat mit der Geschichte der Kanalisation zu tun - aber wohl auch mit dem Klimawandel.

Häufen sich Extremwetterereignisse generell?

Die Gefahr extremer Wetterlagen mit sintflutartigem Regen nimmt zu. Der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Mojib Latif sieht auch den Klimawandel als Ursache, andere Forscher registrieren erst einmal nur die Häufung der Ereignisse. Latif stellt fest: Seit 1881 sei die durchschnittliche Temperatur in Deutschland um 1,4 Grad angestiegen. Bei einer Erwärmung von einem Grad könnten sieben Prozent mehr Wasser von der Luft aufgenommen werden. Speziell Osteuropa, Ostdeutschland und Teile Bayerns gerieten immer stärker unter Mittelmeer-Einfluss. Dabei sauge sich ein Tief über dem Mittelmeer wie ein Schwamm voll Wasser, ziehe östlich an den Alpen vorbei und regne sich in Mittel- und Osteuropa ab.

Häufen sich Regenfälle in Berlin?

Normalerweise zögen Tiefdruckgebiete von Westen nach Osten über die Hauptstadtregion hinweg, erläutert Heiko Wiese, Meteorologe an der Freien Universität Berlin. Das Problem in diesem Sommer sei, dass gleich mehrere Tiefs kurz hintereinander über Berlin hängenblieben und sich hier ausregneten. Die enormen Regenfälle Ende Juni werten Meteorologen als Ausnahme. Gewitter- oder Dauerregen aber sind im Sommer nicht extrem ungewöhnlich. Seit 1908 war der Juli in Berlin in sechs Jahren rekordverdächtig nass - zuletzt 2005 und 2011. Normal sind für die Hauptstadt nach Angaben der Wasserbetriebe rund 580 Liter pro Quadratmeter pro Jahr. Im Bezirk Spandau ist dieser Wert jetzt schon erreicht.

Wie alt ist Berlins Kanalisation, was ist das größte Problem?

Berlin begann bereits in den 1870er Jahren mit dem Bau einer Mischwasserkanalisation, in der Regen- und Abwasser zusammen aufgefangen werden. Damals war das der modernste Stand der Technik und bei den unhaltbaren hygienischen Zuständen in der wachsenden Industriemetropole ein großer Fortschritt. Heute trennt man beim Bau zwischen Regen- und Abwasserkanälen. Das Kanalsystem der Hauptstadt ist rund 9710 Kilometer lang – das entspricht der Strecke von Berlin bis Peking. Fast 2000 Kilometer, vor allem in der Innenstadt, sind noch immer ein Mischwassersystem. Ein großer Nachteil ist, dass es bei heftigem Regen überläuft - und der Dreck in die Gewässer geschwemmt wird.

Nach starken Regenfällen sind parkende Autos am 27.07.2016 im Gleimtunnel in Berlin ineinander und übereinander geschoben worden.
Nach starken Regenfällen sind parkende Autos am 27.07.2016 im Gleimtunnel in Berlin ineinander und übereinander geschoben worden.

Lassen sich Überschwemmungen vermeiden?

Für ungewöhnlich heftige Regenmassen ist das Mischwassersystem auch künftig nicht ausgelegt. "Das lässt sich nicht ändern. Wir müssten sonst jede Straße aufreißen, für das Geld könnte man locker 20 Flughäfen bauen", sagt Stephan Natz, Sprecher der Wasserbetriebe. Um das System zu entlasten, will Berlin aber in und außerhalb der Stadtgrenzen bis 2023/24 rund 400 000 Kubikmeter unterirdischen Stauraum für Regenwassermassen schaffen. Im Moment sind es rund 240 000 Kubikmeter. Die neuen Speicher sollen als "Abwasserparkplätze" Regen auffangen und erst langsam an die Kanalisation abgeben.

Welche Rolle spielt die zunehmende Bebauung Berlins?

Wenn auf Brachflächen und Wiesen Wohnungen oder Supermärkte entstehen, wirkt sich das bei Regen aus. Denn mit den Bauten wird saugfähiger Boden verdichtet und versiegelt, wie es Fachleute nennen. Beläge wie Asphalt sorgen dafür, dass weniger Regenwasser versickert - es läuft lediglich in die Kanalisation ab. Pro Jahr würden in Berlin schätzungsweise 60 bis 70 Hektar neu versiegelt, sagte die Geschäftsführerin des Berliner Naturschutzbundes (Nabu), Jutta Sandkühler. Das entspricht einer Fläche von etwa 100 Fußballfeldern.

Stephan Natz (re.) von den Berliner Wasserbetrieben.
Stephan Natz (re.) von den Berliner Wasserbetrieben.

Wie kann sich Berlin vor Wolkenbrüchen schützen?

Der "Flächenfraß" müsste eingeschränkt werden, betont Sandkühler. "Es muss mehr in die Höhe gebaut werden." Das sei eigentlich lange bekannt, werde bislang aber zu wenig gemacht. Künftig sollen Bauherren nach Plänen der rot-rot-grünen Senatskoalition zudem vermehrt zu einem klugen Umgang mit Regenwasser beraten werden. Bei den Wasserbetrieben entsteht voraussichtlich noch in diesem Jahr eine Regenwasseragentur, die zum Beispiel über grüne Dächer und Fassaden sowie spezielle Filter und Speicher im Boden aufklären soll. Für Nabu-Expertin Sandkühler sind solche Elemente nur ein Puzzleteil: Die Funktion eines normalen Bodens könne etwa die Dachbegrünung in keinem Fall erfüllen.

Welche Stadtteile von Berlin sind besonders gefährdet?

"Wir sitzen auf einer Riesenwasserblase", sagt Holger Becker vom Verband Deutscher Grundstücksnutzer und meint damit, dass Berlin an einem Urstromtal liegt. Die Siedlungen in diesem Tal haben mit hohem Grundwasser zu kämpfen. Das führt schon ohne Regen zu feuchten Kellern. Bei Starkregen können diese schnell volllaufen. Besonders bedroht sind Mitte, Lichtenberg und Friedrichshain sowie Teile von Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Köpenick im Osten und Südosten der Stadt. Das gilt auch für Spandau, Staaken, Tegel und Heiligensee im Westen und Nordwesten.

Kann man sich gegen Starkregen versichern?

Ja, das geht. In der Wohngebäudeversicherung oder der Hausratversicherung sind Schäden durch Überflutung dann abgedeckt, wenn der Baustein für Naturgefahren in der Police enthalten ist. Allein der Starkregen am 22. Juni verursachte vor allem in Berlin und Brandenburg Schäden von rund 60 Millionen Euro.

Fotos: DPA

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