Mann nach 25 Jahren gekündigt, weil er beim Rauchen nicht ausstempelte

Er hatte sich beim Rauchen nie ausgestempelt. Jetzt wurde er gekündigt. (Symbolbild)
Er hatte sich beim Rauchen nie ausgestempelt. Jetzt wurde er gekündigt. (Symbolbild)  © DPA

Dessau - Eigentlich wollte der 60-Jährige in drei Jahren in Rente gehen, nun ist er plötzlich nach 25 Jahren Beschäftigung bei der Stadt arbeitslos.

Alles nur deshalb, weil sich der Mann in den Zigarettenpausen nie ausgestempelt hat, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet.

Seit 1992 arbeitete er im Rathaus, das ein eigenes Zeiterfassungssystem mit Touchpad besitzt. Wenn er eine Zigarette qualmen wollte, ging der Mann nie zu dem dafür vorgesehenen Platz, sondern rauchte im Vorraum.

Der Grund dafür: Er wollte weiterhin alles im Blick haben, sollte zum Beispiel eine Postsendung kommen.

Der Kündigungsgrund der Stadt lautet massiver Arbeitszeitbetrug. Ein Anwalt will das jedoch anfechten, da der 60-Jährige ja trotz der Pausen direkt in der Nähe seines Platzes war. „Das ist hier also nicht der Klassiker eines Arbeitszeitbetrugs“, so der Jurist.

Jetzt soll diskutiert werden, ob man sich nicht doch auf eine andere Lösung einigen könne. Beispielsweise sei es denkbar, dass der 60-Jährige einen Ausgleich für die Arbeitszeit zurückzahlen soll.


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