Sex-Mord an chinesischer Studentin Yangjie Li (†25) beschäftigt höchstes Gericht

Karlsruhe/Dessau-Roßlau - Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wird sich am 30. August mit dem Fall der in Dessau getöteten chinesischen Studentin Yangjie Li (†25) befassen.

Während einer Veranstaltung in Gedenken an Yangjie Li standen Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (M.) mit seiner Frau Gabriele und dem chinesischen Botschaftsrat Qinghua Zhao hinter ihrem Bild.
Während einer Veranstaltung in Gedenken an Yangjie Li standen Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (M.) mit seiner Frau Gabriele und dem chinesischen Botschaftsrat Qinghua Zhao hinter ihrem Bild.  © DPA

Den Termin für die Hauptverhandlung gab der BGH am Mittwoch bekannt. Verhandelt werde zunächst nur die Revision der mitangeklagten Ex-Partnerin Xenia I. (21) des mutmaßlichen Haupttäters Sebastian F. (21).

Die zum Tatzeitpunkt 20-Jährige war vom Landgericht Dessau-Roßlau zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten wegen sexueller Nötigung verurteilt worden (TAG24 berichtete).

Ihr 21 Jahre alter Ex-Partner hatte wegen Vergewaltigung und Mordes an der Architekturstudentin eine lebenslangen Freiheitsstrafe erhalten. Über die Revision des Mannes hat der BGH noch nicht entschieden. Auch die Nebenkläger, die die Familie der getöteten Studentin vertreten, hatten Rechtsmittel gegen das Urteil vom August 2017 eingelegt.

Yangjie Li war am 11. Mai 2016 während einer Joggingrunde abgefangen worden. In einer leerstehenden Wohnung wurde sie vergewaltigt und zu Tode gequält (TAG24 berichtete). Die Ermittler hatten am Tatort zahlreiche Spuren der beiden Angeklagten und der Studentin gefunden.

Die entstellte Leiche mit zahlreichen Verletzungen am gesamten Körper war am 13. Mai 2016 nach aufwendiger Suche nahe des Tatortes gefunden worden.

Die Verteidigung der mitangeklagten Xenia I. (21, l.) legte Revision gegen die fünfeinhalbjährige Haftstrafe ein. Haupttäter Sebastian F. (21, r.) bekam lebenslänglich.
Die Verteidigung der mitangeklagten Xenia I. (21, l.) legte Revision gegen die fünfeinhalbjährige Haftstrafe ein. Haupttäter Sebastian F. (21, r.) bekam lebenslänglich.  © DPA

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