Bremsschläuche durchtrennt! Auto rollt auf Straße zu

Gerade noch rechtzeitig bemerkte das Opfer, das die Bremse nicht funktionierte. (Symbolbild)
Gerade noch rechtzeitig bemerkte das Opfer, das die Bremse nicht funktionierte. (Symbolbild)  © 123RF

Detmold - Weil sich ein 42-Jähriger aus Detmold vom Lebensgefährten seiner Mutter falsch behandelt gefühlt hatte, schmiedete er einen hinterhältigen Plan.

Die Staatsanwaltschaft Detmold wirft ihm vor, sich an dem Mann gerächt haben zu wollen. Aufgrund einer psychischen Krankheit soll der Sohn allerdings nur eingeschränkt schuldfähig sein.

In einer Nacht- und Nebel-Aktion soll sich der 42-Jährige am Auto des Lebensgefährten seiner Mutter zu schaffen gemacht haben: Mit einem Seitenschneider, so der Vorwurf, habe er heimlich die Bremsschläuche durchtrennt.

Damit soll er einen schweren Unfall und auch den Tod seines Opfers in Kauf genommen haben. Dass seine Mutter ebenfalls davon hätte betroffen sein können, "sei ihm recht gewesen", so Dr. Mathias Kapitza, Richter am Landgericht.

Am nächsten Tag stiegen die beiden tatsächlich in ihr Auto ein. Der Lebensgefährte "habe jedoch recht bald das vollständige Fehlen jeglicher Bremswirkung bemerkt und geistesgegenwärtig die Handbremse gezogen, woraufhin das Fahrzeug auf einer abschüssigen Strecke noch vor dem Erreichen der Einmündung zu einer vielbefahrenen Straße abgebremst worden sei."

Für die mutmaßliche Tat muss sich der 42-Jährige am Freitag vorm Landgericht Detmold verantworten. Ihm wird versuchter Mordes und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.

Titelfoto: 123RF


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