Lügde-Prozess: Verteidiger beantragt zwölf Jahre Haft für Andreas V.

Detmold - Im Lügde-Missbrauchsprozess hat der Verteidiger des angeklagten Dauercampers Andreas V. eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren beantragt.

Johannes Salmen (l.), der Anwalt des Angeklagten Andreas V. (m.) fordert eine Haftstrafe von zwölf Jahren für seinen Mandanten.
Johannes Salmen (l.), der Anwalt des Angeklagten Andreas V. (m.) fordert eine Haftstrafe von zwölf Jahren für seinen Mandanten.  © dpa/Bernd Thissen

Zum Thema Sicherungsverwahrung habe er sich nicht geäußert, sagte Johannes Salmen vor Journalisten am Freitag nach Abschluss seines Plädoyers, das er unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehalten hat.

Der Vertreter des Angeklagten Mario S. stellte keinen konkreten Strafantrag in dem Prozess am Landgericht Detmold. Er habe angesichts des Geständnisses seines Mandanten um ein "möglichst großes vertretbares Entgegenkommen" gebeten, erläuterte Jürgen Bogner.

Andreas V. (56) und Mario S. hatten beide am ersten Verhandlungstag Ende Juni gestanden. Ihnen wird vorgeworfen, über viele Jahre hinweg vor allem auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde an der Landesgrenze zu Niedersachsen in mehreren hundert Fällen Jungen und Mädchen sexuell missbraucht zu haben.

Mehrfach wurde der Campingplatz in Lügde durchsucht.
Mehrfach wurde der Campingplatz in Lügde durchsucht.  © dpa/Guido Kirchner

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