Mutter und Kind erstochen: Suche nach Thomas T. geht weiter

In diesem Haus wohnten der Tatverdächtige und die Mutter mit ihrem Sohn.
In diesem Haus wohnten der Tatverdächtige und die Mutter mit ihrem Sohn.  © DPA

Detmold - Noch immer keine Spur von Thomas T. (53), der im dringenden Tatverdacht steht, eine Frau (24) und ihren Sohn (6) erstochen zu haben (TAG24 berichtete).

Der Mann ist ein Nachbar der Opfer, in dessen Wohnung die Toten am Montagabend gefunden worden waren. Von ihm fehle weiter jede Spur, teilte die Polizei am Mittwochmorgen mit.

Nach dem Tatverdächtigen wird mit Foto und Personenbeschreibung gefahndet (TAG24 berichtete).

Am Dienstag hatten Beamte der Spurensicherungen die beiden Wohnungen, das Treppenhaus und den Keller des Hauses durchsucht.

UPDATE, 11.26 Uhr: Seit der Veröffentlichung der Fahndung sind bislang wenige Hinweise bei der Polizei eingegangen.

Der Leiter der 16-köpfigen Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Thorsten Stiffel, fügt hinzu: "Thomas T. hatte vor einigen Wochen eine Verletzung am linken Arm und muss deswegen eine abnehmbare Gipsschiene tragen. Außerdem soll er einen Rucksack mitgenommen haben, der einem Bundeswehrrucksack ähnlich sehen soll."

Die Ermittler werden am Mittwoch die Tatortarbeit fortsetzen und die Wohnung des Tatverdächtigen auf Spuren untersuchen. Die Tatwaffe konnte trotz des Einsatzes eines dienstlichen Spürhundes bislang nicht aufgefunden werden.

Wer Angaben zum Aufenthaltsort des Flüchtigen machen kann, meldet sich bitte bei der Detmolder Polizei unter der 05231/6090, der Polizei in Bielefeld unter 0521/5450 oder bei jeder beliebigen Polizeidienststelle.

UPDATE, 15.10 Uhr: Die Polizei hat neue Details zu dem Tötungsdelikt in Detmold bekannt gegeben. Demnach ergaben erste Ermittlungen der Mordkommission "Immelmann", dass der Tatverdächtige bereits im Jahr 2005 zu einer Haftstrafe von acht Jahren wegen versuchten Mordes verurteilt wurde.

"Die damalige Tat weist Ähnlichkeiten zu dem aktuellen Tötungsdelikt auf", heißt es in der Mitteilung. Außerdem stellte sich heraus, dass der Tatverdächtige in beiden Fällen "im sozialen Nahbereich einen längeren Kontakt zu Frauen aufbaute".

Nachdem T. aus der Haft, zu der er nach dem ersten Tötungsdelikt verurteilt wurde, entlassen wurde, habe es keine weiteren Straftaten des 53-Jährigen gegeben.

Thomas T. steht im dringenden Tatverdacht, die Mutter und ihr Kind umgebracht zu haben.
Thomas T. steht im dringenden Tatverdacht, die Mutter und ihr Kind umgebracht zu haben.  © Polizei Bielefeld

Titelfoto: Polizei Bielefeld/dpa


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