Lebenslänglich! 38-Jähriger tötet Mutter vor den Augen der Tochter

Der angeklagte 38-Jährige hatte unter Tränen gestanden, seine Lebensgefährtin getötet zu haben.
Der angeklagte 38-Jährige hatte unter Tränen gestanden, seine Lebensgefährtin getötet zu haben.

Detmold - Einem 38-Jährigen wurde vor dem Detmolder Landgericht unglaubliches vorgeworfen: Er soll seine 30-jährige Lebensgefährtin mit 14 Messerstichen getötet haben, während die kleine Tochter zusah (TAG24 berichtete).

Im August 2017 war schnell klar, dass es sich bei dem 38-Jährigen aus dem Detmolder Ortsteil Pivitsheide um den Hauptverdächtigen handelte (TAG24 berichtete), zu Beginn des Prozesses gestand der Mann die Tat (TAG24 berichtete).

Am Montag wurde das Urteil gesprochen: Der 38-Jährige muss lebenslänglich hinter Gitter. Das Gericht glaubte den Aussagen des Angeklagten nicht. Er hatte sich in der Verhandlung auf einen Aussetzer berufen.

Er sei betrunken gewesen, als es am Tatabend zu einem Streit mit der Frau gekommen sei. Sie habe ihn mit einem Messer bedroht. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als er auf der Toten gekniet habe. Sein Verteidiger hatte wegen Totschlags auf zehn Jahren Haft plädiert. Er kündigte nach dem Urteil an, in Revision zu gehen.

"Wenn ich dich nicht haben kann, dann soll dich keiner haben. Dann bringe ich eben dich und dann mich selbst um", soll er gesagt haben. Das bestätigten mehrere Zeugen. Wieviel die kleine Tochter von der Tat mitbekommen hat, ist unklar. Allerdings soll sie gesagt haben: "Papa hat Mama Aua am Hals gemacht, mit dem Messer."

Das Gericht wollte diese Aussagen allerdings nicht überbewerten, sie waren an Erzieher gerichtet und hätten vorher von einem psychologischen Gutachten bestätigt werden müssen.


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