Missbrauchsfall Lügde wird fortgesetzt: Hauptangeklagter fehlt

Detmold - Mit den Aussagen weiterer Zeugen setzt das Landgericht Detmold am Donnerstag (9 Uhr) den Prozess um den sexuellen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz in Lüdge fort.

Mehrfach wurde der Campingplatz in Lügde durchsucht.
Mehrfach wurde der Campingplatz in Lügde durchsucht.  © dpa/Guido Kirchner

Der ältere der beiden Angeklagten ist krank und derzeit nicht verhandlungsfähig. Daher fehlt Andreas V. (56) an diesem sechsten Prozesstag. Das Verfahren gegen ihn wird abgetrennt.

Die beiden Angeklagten sollen über Jahrzehnte an der Landesgrenze zu Niedersachsen Kinder und Jugendliche hundertfach schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben.

Verantworten müssen sich ein 56-Jähriger aus Lügde und ein 34 Jahre alter Komplize aus Steinheim. Beide haben zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Zum Schutz der Opfer dürften die Aussagen der Zeugen weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Das Verfahren gegen einen dritten Mann wurde ebenfalls abgetrennt. Er hatte bei dem Missbrauch vor rund acht Jahren in mehreren Fällen per Webcam zugeschaut. Das Landgericht verurteilte den 49-Jährigen aus Stade in Niedersachsen zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung.

Der Angeklagte Andreas V. nimmt krankheitsbedingt nicht am sechsten Prozesstag teil.
Der Angeklagte Andreas V. nimmt krankheitsbedingt nicht am sechsten Prozesstag teil.  © dpa/Friso Gentsch

Titelfoto: dpa/Friso Gentsch

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