CSU-Politiker fordert: "Deutsch muss die Sprache der Moscheen werden"

Andreas Scheuer (41, CSU).
Andreas Scheuer (41, CSU).

Berlin - CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer (41) will ein Islamgesetz: Keine Gelder aus dem Ausland für Moscheen.

Österreich hat bereits die Finanzierung muslimischer Vereine und Moscheen aus dem Ausland verboten. CSU-Generalsekretär Scheuer schlägt das nun auch für Deutschland vor - und erhält Zustimmung von der AfD.

Scheuer empfiehlt ein deutsches Islamgesetz, um die Verbreitung extremistischer Ideen in Moscheen zu unterbinden. Die Finanzierung von Moschee-Vereinen durch ausländische Staaten oder Stiftungen sollte seiner Ansicht nach verboten werden.

"Wir müssen uns stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinandersetzen, denn er hintertreibt, dass sich Menschen bei uns integrieren", sagte Scheuer am Mittwoch "Die Welt".

"Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, muss beendet werden", fügte er hinzu.

Wolfgang Bosbach (63, CDU).
Wolfgang Bosbach (63, CDU).

In Zukunft müssten alle Imame in Deutschland ausgebildet sein und hiesige Grundwerte teilen. "Es kann nicht sein, dass andere zum Teil extreme Wertvorstellungen aus dem Ausland importiert werden. Deutsch muss die Sprache der Moscheen werden", sagte Scheuer.

Uneingeschränkte Unterstützung erhielt Scheuer von Wolfgang Bosbach (63). Der CDU-Innenpolitiker sagte der "Saarbrücker Zeitung" vom morgigen Donnerstag, auch er sehe einen "dringenden Handlungsbedarf".

Auch aus der AfD kam Zustimmung für Scheuers Vorschläge. Die Realisierungschancen dafür seien aber minimal, erklärte Parteichef Jörg Meuthen. Er sagte: "Die CSU hat sich noch nie mit ihren Vorschlägen im Bund durchgesetzt, sondern vieles einfach mitgetragen."

Fotos: imago


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0