Bruce Willis unerwünscht: Bahn sucht neue Lautsprecher-Stimme

Frankfurt - Für ihre automatischen Lautsprecherdurchsagen will die Bahn eine neue Software einsetzen, die mehr Flexibilität und damit eine bessere Information der Reisenden bringen soll. Bestücken soll sie ein neuer Sprecher oder eine neue Sprecherin. Das Casting dafür läuft.

Die automatischen Durchsagen an den Bahnhöfen der Deutschen Bahn sollen eine neue Stimme erhalten (Symbolbild).
Die automatischen Durchsagen an den Bahnhöfen der Deutschen Bahn sollen eine neue Stimme erhalten (Symbolbild).  © DPA/123RF (Fotomontage)

Seit Juni läuft das Abstimmungsverfahren, bei dem zunächst zwölf und dann sechs Stimmen ausgewählt wurden. Die endgültige Entscheidung trifft der Bahn-Vorstand noch in diesem Jahr.

Die Aufnahmen im Tonstudio sind dann für nächstes Jahr angesetzt, sie werden vermutlich Monate dauern, wie Karsten Wehde, Projektleiter Reisendeninformation, sagt.

Eine anstrengende Prozedur: Eingesprochen werden einzelne Silben, aus denen dann per Computer beliebige Wörter geformt werden können. Das Verfahren sei dasselbe, wie es für digitale Assistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri benutzt werde.

Bisher seien im Tonstudio ganze Wörter gespeichert worden. Das sei aber in Situationen problematisch, für die es keine Aufnahme gebe, etwa eine bestimmte Art von Störung.

Zudem funktioniere die bisherige Technik nicht an allen Bahnhöfen. Auch das soll sich ändern, so dass der neue Sprecher oder die neue Sprecherin an mehr als 10.000 Lautsprechern bundesweit zu hören sein wird.

Es gebe Untersuchungen, wonach Stimmen von Frauen bei Durchsagen eher gehört würden. Inwieweit das allerdings für Bahnhöfe gilt, sei unklar, sagt Wehde. Und dann gehe es auch darum, wie sympathisch die Stimme wirke und ob sie die Bahn gut repräsentiere.

Zu markant dürfe sie auch nicht sein: "Ein Bruce Willis am Bahnhof würde nicht funktionieren."

Titelfoto: DPA/123RF (Fotomontage)

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