Kreuze zerstört, Anti-Nazi-Parolen geschmiert: Mehrere deutsche Kriegsgräber geschändet

Cáceres (Spanien) - Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Spanien haben Unbekannte mehrere Gräber geschändet.

Noch ist nicht bekannt, wer hinter der Gräberschändung steckt.
Noch ist nicht bekannt, wer hinter der Gräberschändung steckt.

Neun Granitkreuze seien auf dem Friedhof in Cuacos de Yuste in der Provinz Cáceres zerstört worden, teilte der Bürgermeister der kleinen Gemeinde, José María Hernández am Montag mit.

Außerdem seien Parolen wie "Keine Ehrungen für Nazis" gemalt worden, die aber bereits entfernt worden seien. Die Tat werde von der Polizeieinheit Guardia Civil untersucht, sagte Hernández.

Die Schändung ereignete sich den amtlichen Erkenntnissen zufolge in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Eine solche Verwüstung sei auf dem Anfang der 1980er Jahre errichteten Friedhof "Cementerio Soldados Alemanes" noch nie registriert worden, sagte der Bürgermeister, der die Schändung aufs Schärfste verurteilte.

Nach Angaben von Hernández liegen auf dem Friedhof 26 deutsche Gefallene des Ersten und 154 des Zweiten Weltkrieges begraben.

Die Errichtung eines zentralen Friedhofs für alle deutschen Soldaten, die in Spanien bei Kampfhandlungen starben, wurde seinerzeit vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge beschlossen. Der Friedhof wurde im Juni 1983 eingeweiht.

In Cuacos de Yuste rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Madrid verbrachte der Habsburgerkaiser Karl V. (1500-1558) seinen Lebensabend. Nach seiner Abdankung bezog er 1557 ein Landhaus in der Nähe des Klosters San Jerónimo de Yuste, wo er am 21. September 1558 starb.


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