Deutsche Post wächst auf dem Rücken der Paketboten

Bonn/Frankfurt am Main - Die Deutsche Post DHL stellt am Dienstag (10.30 Uhr) ihre langfristigen Pläne vor. Die Aussichten des global operierenden Konzerns haben sich angesichts der Konjunkturschwäche und der Handelsstreitigkeiten zwar etwas eingetrübt.

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group, spricht bei einer Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens.
Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group, spricht bei einer Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Dennoch sieht sich der ehemalige Staatsmonopolist weiter auf Wachstumskurs, was auch an dem boomenden Online-Handel und dem steigenden Bedarf an Paketsendungen liegt.

Wie es langfristig genau weitergeht, will Post-Chef Frank Appel in Frankfurt erklären - dort stellt er die neue Fünf-Jahres-Strategie vor, die bis 2025 gilt.

Derzeit gibt es noch Ziele für das Jahr 2020, die bereits 2014 festgelegt worden waren. Damals hatte der Online-Handel noch nicht die Wucht und Dynamik von heute.

Die Messlatte beim Betriebsgewinn wurde damals hoch gelegt. 2020 soll er bei fünf Milliarden Euro liegen.

Analysten haben Zweifel, ob das klappt - 2018 waren es nur 3,2 Milliarden Euro und 2019 soll er bei bis zu 4,3 Milliarden Euro liegen.

Kräftige Preisaufschläge im deutschen Post- und Paketgeschäft in diesem Jahr ließen zuletzt die Kassen klingeln.

Doch der Wettbewerb wird härter, neue Konkurrenten wie der Online-Händler Amazon drängen selbst in die Paketzustellung.

Die Deutsche Post DHL hat weltweit rund 550.000 Mitarbeiter, davon sind 222.000 in Deutschland beschäftigt. Neben dem Brief- und Paketgeschäft sind Expressdienste und Frachtgut weitere Konzern-Standbeine.

Ein Paketbote bei der Arbeit.
Ein Paketbote bei der Arbeit.  © DPA

Titelfoto: DPA


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