Sorge um sinkende Löhne! Deutsche Post gründet Einheitsbetrieb für Boten

Bonn - Für den Einsatz ihrer Paketzusteller schraubt die Deutsche Post etwas an ihrer Arbeitsstruktur.

Ein Paketbote der Deutschen Post.
Ein Paketbote der Deutschen Post.  © DPA

Zum Mai soll ein sogenannter Gemeinschaftsbetrieb gegründet werden, wie am Montag bekannt wurde.

Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet. Hiermit wird ein gemeinsamer Personaleinsatz von Mitarbeitern verschiedener Firmen erleichtert, zudem können gewisse Doppelstrukturen in der Verwaltung wegfallen. An der Bezahlung der Beschäftigten ändere sich nichts.

Seit einigen Jahren sind Paketzusteller bei der Post in unterschiedlichen Firmen beschäftigt: Mehr als 40.000 Beschäftigte, die nur Pakete austragen oder Pakete und Briefe bringen, sind noch bei der Konzernmutter Post tätig.

Gut 10.000 Beschäftigte sind hingegen bei den 2015 gegründeten «Delivery»-Tochterfirmen tätig.

Die Gründung dieser regionalen Töchter hatte 2015 für erhitzte Diskussionen gesorgt, in einem mehrwöchigen Streik protestierten Beschäftigte gegen dieses Vorhaben.

Die Beschäftigten der 46 regionalen Delivery-Gesellschaften werden nach den Tarifen der Logstikbranche bezahlt und damit in den allermeisten Fällen deutlich schlechter als ihre Kollegen von der Post AG, deren Entgelte sich nach dem Haustarifvertrag ausrichten.

Titelfoto: DPA


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