Hamburg sagt "Nein" zum privaten Böllerverbot, aber nicht ganz

Hamburg - Wie lange ist privates Feuerwerk noch erlaubt? Die Deutsche Umwelthilfe will es verbieten.

Feuerwerkskörper explodieren zum Jahreswechsel 2018 um die Elbphilharmonie.
Feuerwerkskörper explodieren zum Jahreswechsel 2018 um die Elbphilharmonie.  © dpa/Axel Heimken

Doch die Hamburger Umweltbehörde hält ein Böllerverbot aus Gründen der Luftreinhaltung an Silvester für unverhältnismäßig.

Der von der EU vorgegebene Rahmen für Feinstaub werde in Hamburg seit Jahren eingehalten, sagte Sprecher Björn Marzahn der Deutschen Presse-Agentur.

"In Hamburg war eine Überschreitung dieses Tagesmittel 2011 zum letzten Mal aufgetreten. Seitdem wird der Grenzwert eingehalten."

Hintergrund ist ein Vorstoß der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die in Hamburg und 30 anderen deutschen Städten beantragt hat, private Feuerwerke aufgrund der hohen Feinstaubbelastung zu verbieten.

Notfalls will sie ein solches Verbot auch gerichtlich durchsetzen.

Umweltbehörde sieht schädliche Aspekte von Feuerwerk

Durch Silvesterfeuerwerk fallen neben Feinstaub auch viele Tonnen Müll an, die beseitigt werden müssen. (Archivbild)
Durch Silvesterfeuerwerk fallen neben Feinstaub auch viele Tonnen Müll an, die beseitigt werden müssen. (Archivbild)  © dpa/Daniel Bockwoldt

Zwar werde durch das Silvesterfeuerwerk viel Feinstaub freigesetzt, sagte Marzahn. Die Zahl der Tage, an denen das zulässige Tagesmittel von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werde, erhöhe sich dadurch aber maximal um zwei Tage.

35 Tage pro Jahr sind zulässig. In manchen Jahren werde aufgrund der Wetterlage auch gar keine Überschreitung verzeichnet. "So auch zum Jahreswechsel 2018/2019."

Die Luftreinhaltung komme in Hamburg deshalb nicht als Grundlage eines Böllerverbots in Betracht, sagte er. Generell sehe die Umweltbehörde die ungehemmte Knallerei jedoch schon skeptisch.

"Aus dem Aspekt der Müllvermeidung, der sauberen Stadt und der Kosten für die Reinigung ist es aus unserer Sicht grundsätzlich wünschenswert, das private Feuerwerk einzuschränken."

Titelfoto: dpa/Axel Heimken

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