Hilfsorganisation: Rettungsschiff "Eleonore" darf nach Italien!

Rom (Italien) - Der Kapitän des deutschen Rettungsschiffs "Eleonore" hat den Notstand ausgerufen und ist trotz eines Verbotes in italienische Gewässer gefahren.

Kapitän Claus-Peter Reisch steht auf dem Deck des Rettungsschiff "Eleonore".
Kapitän Claus-Peter Reisch steht auf dem Deck des Rettungsschiff "Eleonore".  © Johannes Filous/dpa

Es sei illegal, eine Einfahrt zu verbieten, wenn Leben in Gefahr sei, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation Mission Lifeline, Axel Steier, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Es habe in der Nacht einen Sturm gegeben und es stehe ein weiterer bevor. Ziel sei nun Pozzallo auf Sizilien.

Der Kapitän der "Eleonore", der Deutsche Claus-Peter Reisch, hatte vor über einer Woche mehr als 100 Migranten aufgenommen.

Er wartet seitdem auf eine Genehmigung, in einen sicheren Hafen einzulaufen. Italiens Regierung hat die Einfahrt verboten. Auch aus Malta kam bisher keine Erlaubnis.

In der Nacht zu Montag seien die Menschen bei einem Gewittersturm komplett durchnässt worden, hieß es auf der Twitter-Seite von Bord, Seegezwitscher.

Im Sommer war die deutsche Kapitänin Carola Rackete mit dem Schiff "Sea-Watch 3" unerlaubt in italienische Gewässer gefahren.

Sie war vorübergehend festgenommen worden - der Fall hatte international für Diskussionen gesorgt. Ob das selbe Schicksal nun Reisch droht wird sich zeigen. TAG24 bleibt weiter dran.

Blick auf das Rettungsschiff "Eleonore".
Blick auf das Rettungsschiff "Eleonore".  © Twitter/Seegezwitscher

Titelfoto: Twitter/Seegezwitscher


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