Freiburgs Robin Koch feiert DFB-Debüt: Papa Harry ist stolz wie Oskar

Dortmund/Freiburg - Besser kann der Rahmen für ein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft kaum sein. Im riesigen Dortmunder Signal-Iduna-Park durfte Robin Koch im Test gegen Argentinien (2:2) zum ersten Mal mit dem Bundesadler auf der Brust auflaufen!

Kaiserslauterns Spieler Harry Koch bedankt sich nach seinem letzten Spiel beim 1. FC Kaiserslautern zusammen mit seinen Söhnen Robin (l.) und Luis bei den Fans.
Kaiserslauterns Spieler Harry Koch bedankt sich nach seinem letzten Spiel beim 1. FC Kaiserslautern zusammen mit seinen Söhnen Robin (l.) und Luis bei den Fans.  © Frank May/dpa

Der blonde Verteidiger des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg konnte sein Glück kaum fassen: "Ich habe das noch gar nicht alles realisiert. Das ist alles so schnell gegangen", sagte der 23-Jährige nach der Partie.

"Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das versuche ich jetzt mitzunehmen", so der 1,90 Meter große Hüne.

Das Debüt ermöglicht hatte ihm Bundestrainer Jogi Löw, der ihn aufgrund von Personalnot nachnominierte.

"Der Robin Koch hinten in der Abwehr war sehr stabil und selbstbewusst, hatte eine gute Ausstrahlung. Er kam am Tag vorher zur Mannschaft und hat keine Anzeichen von Nervosität gezeigt", bewertete Löw die Leistung des 23-Jährigen.

Vielleicht keine Nervosität, aber fehlende Erfahrung war Koch dann allerdings doch anzumerken, als er sich vom Leverkusener Stürmer Lucas Alario in der 66. Minute etwas abkochen ließ.

Der Argentinier nutzte aus, dass Koch etwas zu weit von ihm entfernt stand und erzielte den 2:1-Anschlusstreffer für Argentinien.

Nach DFB-Debüt: Harry Koch ist stolz auf sein Sohn Robin Koch

Robin Koch (r.) feierte beim Freundschaftsspiel Deutschland gegen Argentinien sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft
Robin Koch (r.) feierte beim Freundschaftsspiel Deutschland gegen Argentinien sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft  © Bernd Thissen/dpa

Dass Koch noch lernen muss, ist klar, stolz wie Oskar war sein berühmter Papa Harry Koch natürlich dennoch: "Ich denke schon, dass er sich empfohlen hat. Ich hoffe, dass der Weg nach oben geht", sagte der 49-Jährige am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Dass es jetzt so schnell ging, freut uns natürlich sehr. Es macht einen stolz. Er hat es sich auch verdient", so Harry Koch weiter.

Harry selbst hat in seiner aktiven Zeit 187 Bundesliga-Partien für den 1. FC Kaiserslautern abgespult und ist in der Pfalz eine lebende Legende.

Der ehemalige Linksverteidiger ist für seine Pferdelunge bekannt gewesen und gehörte zur berühmten Lautrer Mannschaft von 1998, die bis heute als einziger Aufsteiger Deutscher Meister wurde.

Kein Wunder also, dass Sohn Robin aktuell auf dem besten Wege ist, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Auch Robin Koch kickte für den FCK (27. Zweitliga-Partien), ehe er 2017 für vier Millionen Euro zum SC Freiburg wechselte.

Deutscher Meister wie sein Papa ist er zwar noch nicht, aber immerhin nun deutscher Nationalspieler.

Dies blieb seinem Vater Harry Koch verwehrt.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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