Droht Extrem-Winter? Wetterphänomen könnte für Dauerfrost und starke Schneefälle sorgen

Deutschland - Droht Europa und damit auch Deutschland ein Jahrhundertwinter? Schuld an der anrückenden Kälte mit Dauerfrost und starken Schneefällen ist ein Wetterphänomen, das Meteorologen derzeit beobachten.

In einigen Regionen Deutschlands könnt Ihr Euch auf so eine herrliche Winterlandschaft freuen.
In einigen Regionen Deutschlands könnt Ihr Euch auf so eine herrliche Winterlandschaft freuen.  © 123rf.com/Yanika Panfilova

Gemeint ist die plötzliche Erwärmung der Stratosphäre, die für eine Verschiebung des Polarwirbels in Richtung Europa sorgt. Weil sich dieses Phänomen auch in der Arktis fortsetzt, sind sich die Wetterexperten sicher, dass Europa in den nächsten drei Wochen sehr kalten Luftmassen ausgesetzt ist, berichtet das polnische Nachrichtenmagazin "Interia".

Die Meteorologen gehen auch davon aus, dass Dauerfrost und starker Schneefall in einigen Teilen Ost- und Mittel-Europas sogar bis Februar dauern könnten. Dafür sorgt wiederum die Blockierung von so genannten Niederdrucksystemen, was dazu führen kann, dass der Polarfrost in diesen Regionen sehr lange anhält.

Und auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt davor, dass Tief "Andre" Schnee mitbringt, den aber ungerecht verteilt.

So bleibe es im Norden und in tiefen Lagen der Mitte oft nasskalt und grün, während der Süden kräftige Schneefälle erleben und sich auf ein weißes Wunder freuen darf.

Die schneesicherste deutsche Großstadt sei laut Meteorologen München.
Die schneesicherste deutsche Großstadt sei laut Meteorologen München.  © DPA

Soweit, so gut. Doch wie gesagt ist "Andre" im Anmarsch, der sich im Europäischen Nordmeer entwickelt hat und am heutigen Freitag "nach der Überströmung norwegischen Küstengebirges vom Bottnischen Meerbusen ins Baltikum" zieht, erklärt der DWD.

Und weiter: "Das zugehörige Frontensystem verlagert sich im Tagesverlauf in der nord- bis nordwestlichen Strömung über den Norden Deutschlands und die Mittelgebirge hinweg und wird in der Nacht zum Samstag an die Alpen "gedrückt".

Pech für den Norden Deutschlands, denn dort ist es mild und regnet. In den Mittelgebirgen liegt die Schneefallgrenze zunächst noch bei etwa 300 bis 500 Metern. Sie steigt aber im Laufe der Nacht bis in Gipfellagen an. Anfangs überwiegt dort zwar noch die Schneephase. Doch abgesehen vom höheren Bergland wird es später auch hier eher nasskalt statt winterlich.

Kommen wir im Folgenden zu den Glückspilzen im Süden und den östlichen Mittelgebirgen!

In Ostbayern ist seit den Morgenstunden der Winterdienst im Einsatz und räumt den Schnee von den Straßen.
In Ostbayern ist seit den Morgenstunden der Winterdienst im Einsatz und räumt den Schnee von den Straßen.  © Armin Weigel/dpa

Die dort eingeflossene Kaltluft kann sich noch längere Zeit halten. Und wer gerade in den Alpen ist und mal kurz aus dem Fenster guckt, sieht: Schneemassen, wohin das Auge blickt.

Dort schneit es nämlich schon seit Donnerstagmittag, und das geht bis Samstag auch so weiter. Örtlich sollen die Niederschläge sogar bis Montag dauern, erst dann lassen sie nach.

Für das Alpenvorland werden bis zu 40 Zentimeter Neuschnee prognostiziert, unmittelbar an den Alpen kommen sogar über 50 Zentimeter zusammen. In den Chiemgauer Alpen und im Berchtesgadener Land werden selbst Neuschneemengen bis zu einem Meter nicht ausgeschlossen.

Tief eingeschneit sein können auch die Hochlagen von Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Bayerischem Wald und dem Erzgebirge.

Titelfoto: Screenshot Twiiter/DWD, 123rf.com/Yanika Panfilova

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