Immer mehr Radfahrer sterben auf deutschen Straßen

Berlin - Im vorigen Jahr sind auf Deutschlands Straßen 455 Radfahrer ums Leben gekommen, darunter 89 auf sogenannten Pedelecs (E-Bikes).

Ein weißes Fahrrad mit einem schwarzen Kreuz erinnert an einer Ampelkreuzung an einen Fahrradunfall mit tödlichen Ausgang.
Ein weißes Fahrrad mit einem schwarzen Kreuz erinnert an einer Ampelkreuzung an einen Fahrradunfall mit tödlichen Ausgang.  © DPA

Das waren 15 Prozent mehr Unfälle als im Jahr zuvor, bei den Pedelecs lag der Anstieg 2018 sogar bei 27 Prozent, wie aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts hervorgeht.

Der Unfallforscher Siegfried Brockmann rechnet in diesem Jahr mit noch mehr Verkehrstoten.

"Es gibt immer mehr Radfahrer, mehr Pedelecs und demnächst noch zusätzlich E-Scooter. Man sollte annehmen, dass die Infrastruktur den neuen Entwicklungen vorauseilt und nicht nur folgt. Aber von beidem sind wir sehr weit entfernt", sagt der Leiter des Instituts Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Die Tendenz sei daher voraussichtlich weiter negativ, so Brockmann. "Es sei denn, wir haben einen ganz furchtbaren Sommer und niemand fährt Rad."

Die hohen Unfallzahlen des vergangenen Jahres seien auch auf die sehr lange Sommersaison 2018 zurückzuführen.

 Fahrradfahrer und Autos befahren in Berlin an der Oberbaumbrücke die Kreuzung Mühlenstraße und Warschauer Straße.
Fahrradfahrer und Autos befahren in Berlin an der Oberbaumbrücke die Kreuzung Mühlenstraße und Warschauer Straße.  © DPA

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