Meteorologen wagen Winter-Ausblick 2018/2019: Es sieht mau aus...

Von Björn Strauss

Deutschland - Jeder fragt sich: Gibt's die weiße Weihnacht oder nicht? Liegt wenigstens in den Winterferien Schnee? Oder wird's einfach nur matschig? Langzeitprognosen sind gewagt, aber statistisch betrachtet könnte die Vorhersage stimmen.

Die schneesicherste deutsche Großstadt sei laut Meteorologen München.
Die schneesicherste deutsche Großstadt sei laut Meteorologen München.  © DPA

Wetter.com hat sich an eine Langzeitprognose zum Winter 2018/2019 gewagt und gibt einen Ausblick für Weihnachten und einen ersten Wettertrend für den gesamten Winter 2018/19. Und die Aussichten sind gar nicht rosig - zumindest für Winterfans nicht.

Wer's hingegen gemäßigt ohne Frost liebt, ist diese Wintersaison offenbar auf der sicheren Seite. Denn nur wenige haben die Chancen auf weiße Weihnachten 2018:

In den Alpen und in den Mittelgebirgen ab einer Höhe von etwa 800 bis 1000 Metern kann man laut der Langzeit-Statistik "mit einer an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit zu Weihnachten mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen", so die Wetter.com-Spezialisten.

Die schneesicherste Großstadt sei demnach München. Aber selbst die Bayern in München sehen nur alle zwei bis drei Weihnachten verschneite Straßen...

In Köln oder Frankfurt gibt's nur alle zehn Jahre Schnee für den Weihnachtsmann. Ganz Deutschland war Weihnachten 2010 das letzte Mal eingeschneit. Im Rheinland wird's dieses Jahr wohl keinesfalls weiß. Sagt der Schneefachmann zumindest.

Und was macht Frau Holle in den restlichen Gebieten in Deutschland?

In den Alpen und in Mittelgebirgen ab einer Höhe von 800 bis 1000 Metern kann man "mit einer an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit zu Weihnachten mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen".
In den Alpen und in Mittelgebirgen ab einer Höhe von 800 bis 1000 Metern kann man "mit einer an 100 Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit zu Weihnachten mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen".  © DPA

Südwestdeutschland sowie das nordwestdeutsche Tiefland hat auch nur eine 10-prozentige Wahrscheinlichkeit auf Flocken von oben.

Schuld am wahrscheinlichen "Unweiß" ist das sogenannte Weihnachtstauwetter. "Ähnlich wie die Hundstage im Juli und August zählt das Weihnachtstauwetter in Deutschland zu den markantesten Witterungsregelfällen bzw. Singularitäten", erklärt wetter.com.

Demnach stelle sich ausgerechnet rund um die Weihnachtszeit häufig eine westliche Strömung ein, mit der eben die milde und feuchte Luft nach Deutschland gebaggert wird, weshalb das Wetter um den Jahreswechsel in rund zwei Dritteln der Fälle wärmer ist.

So schauen die Wetter-Leute bis ins neue Jahr: Häufig bahne sich im Januar eine markante Umstellung der Großwetterlage an. Eigentlich... Ob und wann der Winter in dieser Saison knackig wird, kann noch nicht präzise vorhergesagt werden. Erste Tendenzen werden demnach mittels "des Langfristmodells des amerikanischen Wetterdienstes National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)" abgeschätzt.

Laut diesem Modell werden die Monate Dezember, Januar und Februar "in nahezu ganz Deutschland überdurchschnittlich temperiert verlaufen". Schade eigentlich, denn so ein bisschen Winter-Feeling täte nach diesem super heißen Sommer eigentlich nett, oder?

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