Hummels? Rudy? Löw sorgt vor WM-Showdown für Klarheit

Kasan (Russland) - Einen Tag vor dem entscheidenden Spiel der Gruppe F bei der Fußball-WM in Russland zwischen Deutschland und Südkorea hat sich Bundestrainer Joachim Löw zum Duell geäußert. Im Fokus: zwei Personalien.

Sebastian Rudy (M.) musste gegen Schweden verletzt vom Feld.
Sebastian Rudy (M.) musste gegen Schweden verletzt vom Feld.  © DPA

Vor allem hinter Sebastian Rudy stand ein großes Fragezeichen. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München hatte sich im Spiel gegen Schweden einen Nasenbeinbruch zugezogen und im Anschluss einer Operation unterziehen müssen.

Gegen Südkorea steht Rudy deshalb trotz zwischenzeitlicher Hoffnungen nicht zur Verfügung. Dies bestätigte Löw am Dienstag.

"Das Spiel ist zwei, drei Tage zu früh. Die Nase ist mehrfach gebrochen. Es macht keinen Sinn, auch nicht mit einer Maske, weil er eine Narkose bekommen hat", sagte der Bundestrainer in Kasan.

Mats Hummels ist hingegen nach seinem verrenkten Halswirbel bei der WM-Partie am Mittwoch wieder einsatzbereit. "Mats kann spielen. Er hat zwei Tage trainiert und überhaupt keine Probleme", berichtete Löw. Jérôme Boateng fehlt bekanntlich nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt.

Nach dem 2:1-Sieg gegen Schweden will der Weltmeister den Achtelfinaleinzug aus eigener Kraft klar machen. "Die Mannschaft hat erkannt, dass dieser Sieg erstmal ein kleiner Schritt war und dass ein zweiter folgen muss, dass wir das Spiel gewinnen müssen gegen Südkorea", sagte Löw.

Ein Sieg mit zwei Toren Vorsprung reicht unabhängig vom Resultat des Parallelspiels Mexiko gegen Schweden und gilt deshalb als äußerst erstrebenswert: "Wir sollten mit unserem eigenen Ergebnis Klarheit schaffen."

Auch zum bisherigen Einsatz des Videobeweises bei der Fußball-WM in Russland fand Löw klare Worte: "Ich bin ein Freund und Befürworter des Videobeweises und finde, dass das hier sehr gut gehandhabt wird." Es werde "nur bei klaren Entscheidungen eingegriffen, die Autorität ist erstmal der Schiedsrichter", urteilte der 58-Jährige.

"Bislang waren alle Entscheidungen korrekt", sagte Löw über das technische Hilfsmittel, das in Russland erstmals bei einer WM zum Einsatz kommt: "Der Videobeweis sorgt für mehr Gerechtigkeit im Fußball. Wenn die Abwicklung so schnell geschieht wie hier, bin ich absolut ein Befürworter und freue mich, dass es so gut läuft." Der Videobeweis hatte bei seiner WM-Premiere in Russland in den ersten Turniertagen für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Bundestrainer Joachim Löw kann aufatmen: Mats Hummels ist für das Spiel gegen Südkorea wieder fit.
Bundestrainer Joachim Löw kann aufatmen: Mats Hummels ist für das Spiel gegen Südkorea wieder fit.  © DPA

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