Es drohen hohe Bußgelder: 43 Millionen Deutsche müssen ihren Führerschein umtauschen!

Deutschland - Wer in nächster Zeit von der Polizei kontrolliert wird und einer von 43 Millionen Deutschen ist, der seinen Führerschein hätte umtauschen müssen, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen.

Wer seinen Führerschein vor dem 18. Januar 2013 erhalten hat, ist vom Umtausch betroffen. (Symbolbild)
Wer seinen Führerschein vor dem 18. Januar 2013 erhalten hat, ist vom Umtausch betroffen. (Symbolbild)  © DPA

Denn: Eine EU-Richtlinie gibt vor, dass alle EU-Bürger europaweit einen einheitlichen Führerschein besitzen müssen, der fälschungssicher ist.

Dass es nicht alle Deutschen trifft liegt daran, dass alle, die ihren Lappen nach dem 18. Januar 2013 ausgestellt bekommen haben, nicht betroffen sind. Alle anderen sollten allerdings so langsam mal in ihre Brieftasche schauen.

Wie die "Neue Westfälische" berichtet, geht es in erster Linie erst einmal um die Papierführerscheine, die noch bis Ende 1998 ausgestellt wurden. Nach Angaben der Zeitung sind das allein 15 Millionen Stück.

Da die Behörden allerdings nicht wollen, dass alle 43 Millionen Bürger zeitgleich in die KFZ-Stelle kommen, läuft der Umtausch gestaffelt ab.

Wer vor 1953 geboren wurde, muss seinen Führerschein bis zum 19.1.2033 umgetauscht haben. Danach wird es schon knapper. Wer zwischen 1953 und 1958 geboren wurde, muss bis zum 19.1.2022 einen neuen Lappen haben. Die weiteren Einteilungen: 1959 bis 1964 - Umtausch bis 2023, 1965 bis 1970 - Umtausch bis 2024, ab 1971 - Umtausch bis 2025.

Wer im Besitz eines Scheckkartenführerscheins ist, muss in erster Linie das Ausstellungsjahr beachten: Ausgestellt von 1999 bis 2001 - Umtausch bis Januar 2026, ausgestellt von 2002 bis 2003 - Umtausch bis Januar 2027, ausgestellt von 2004 bis 2005 - Umtausch bis Januar 2028, ausgestellt von 2006 bis 2007 - Umtausch bis Januar 2029, ausgestellt von 2008 bis 2009 - Umtausch bis Januar 2030, ausgestellt von 2010 bis 2011 - Umtausch bis Januar 2031, ausgestellt von 2012 bis 2013 - Umtausch bis Januar 2032.

Am kommenden Freitag beschäftigt sich der Bundesrat damit, ob dieser Fristenplan exakt so umgesetzt werden kann.

Tausch des Führerscheins kostet natürlich Geld

Um einen neuen Führerschein zu beantragen, benötigt ihr ein aktuelles biometrisches Passbild, dass ihr persönlich zur Behörde bringen müsst. Zudem kostet der ganze Spaß 25 Euro. Bis man den neuen Lappen dann in den Händen hält, dauert es circa drei bis vier Wochen. Das Dokument ist dann für 15 Jahre gültig.

Etwas Positives gibt es zum Glück auch: Laut ADAC muss man zum Glück keine neue Führerscheinprüfung belegen. Eine ärztliche Untersuchung ist ebenfalls nicht notwendig.

Wer von der Polizei kontrolliert wird und einen ungültigen Führerschein dabei hat, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. (Symbolbild)
Wer von der Polizei kontrolliert wird und einen ungültigen Führerschein dabei hat, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. (Symbolbild)  © 123RF

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