WHO: Impfgegner eine der größten Gefahren der Welt

Deutschland - Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Liste veröffentlicht, in der sie die für ihre Meinung nach zehn größten Gefahren für die Gesundheit 2019 beschreiben.

"Menschen, die sich und ihre Kinder nicht impfen lassen, obwohl sie die Möglichkeit haben", zählen für die WHO zu den größten Bedrohungen.
"Menschen, die sich und ihre Kinder nicht impfen lassen, obwohl sie die Möglichkeit haben", zählen für die WHO zu den größten Bedrohungen.  © 123RF

Darunter befinden sich die üblichen Verdächtigen wie Naturkatastrophen, Ebola oder Luftverschmutzung.

Auffällig ist jedoch folgender Punkt. Zu den zehn größten Gefahren zählen auch "Menschen, die sich und ihre Kinder nicht impfen lassen, obwohl sie die Möglichkeit haben."

Grund dafür ist vor allen Dingen, dass die Zahl der Masernfälle weltweit in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gestiegen ist. Die Zahl der Impfgegner in den Industrieländern sei drastisch gestiegen, was laut der WHO Hand in Hand einhergeht mit den steigenden Krankheitsfällen.

Durch Impfungen könnten laut den Angaben jährlich zwischen zwei und drei Millionen Menschen weniger an Krankheiten sterben.

Blickt man nur auf Deutschland, dann erkrankten 2017 rund 1000 Menschen an den Masern. Das Ziel, 2020 die Epidemie im Land komplett auszurotten, wird damit deutlich verfehlt. Dafür müssten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, was in einigen Regionen nicht erreicht wird.

Laut der Weltgesundheitsorganisation würde sich das Gerücht, dass Masern nur eine einfache Kinderkrankheit ist, hartnäckig halten. Dabei ist die Übertragbarkeit zwischen Menschen leicht. Komplikationen wie die Masernenzephalithis ist keine Seltenheit.

Die WHO veröffentlichte eine Liste mit den größten Gefahren für die Menschheit.
Die WHO veröffentlichte eine Liste mit den größten Gefahren für die Menschheit.  © 123RF

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