Spielrausch: DFB-Team mit furiosem Kantersieg gegen überfordertes Estland!

Mainz - Furioser Auftritt der deutschen Nationalmannschaft! Die DFB-Elf fegte wie ein heftiger Sturm über Estland hinweg und ließ den bedauernswerten Gästen beim 8:0-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Es war der dritte Sieg im dritten EM-Qualifikationsspiel für die deutsche Mannschaft.

Der frühe Anfang vom Ende für Estland: Marco Reus (r.) trifft für Deutschland zum 1:0.
Der frühe Anfang vom Ende für Estland: Marco Reus (r.) trifft für Deutschland zum 1:0.  © DPA

Die Tore in der ausverkauften Opel Arena erzielten Marco Reus zum 1:0 für Deutschland (10. Minute), ehe Serge Gnabry zum 2:0 traf (17.), Leon Goretzka auf 3:0 erhöhte (20.) und Ilkay Gündogan das 4:0 machte (26.). Nochmals Reus schlenzte zum 5:0 ein (37.), erneut Gnabry traf zum 6:0 (62.), ehe Timo Werner das 7:0 erzielte (79.) und Leroy Sané zum 8:0-Endstand traf (88.).

Goretzka war einer von zwei neuen Spielern in der Startelf von DFB-Interimscheftrainer Marcus Sorg im Vergleich zum 2:0-Sieg bei Weißrussland: Er und Thilo Kehrer ersetzten Jonathan Tah und Lukas Klostermann.

Sie übernahmen mit ihren Teamkollegen von Beginn an die Initiative und kamen früh zu ersten Abschlüssen. So war das 1:0 bereits überfällig - und fiel folgerichtig in der 10. Minute.

Gündogan spielte Kehrer klasse auf der rechten Seite frei, der PSG-Profi hatte den Mut, direkt in die Mitte zu flanken, wo Reus die Kugel unhaltbar unter die Latte schoss - und die DFB-Elf lag vorne!

Kurz darauf hätte der völlig allein gelassene Goretzka erhöhen müssen, scheiterte aber an Estlands stark reagierendem Keeper Sergei Lepmets (12.).

Tor- und Chancenfestival

Leon Goretzka (3.v.l.) köpft zum 3:0 für Deutschland ein.
Leon Goretzka (3.v.l.) köpft zum 3:0 für Deutschland ein.  © DPA

Deutschland zeigte sich auch anschließend weiter spielfreudig, einfallsreich, hielt das Tempo hoch, verwirrte die hinterherhechelnden Esten mit ständigen Positionswechseln, weshalb auch das nächste Tor nur eine Frage der Zeit war - und frühzeitig fiel.

Leroy Sané legte nach weiterem Weltklasse-Pass von Gündogan im gegnerischen Sechzehner uneigennützig quer auf Gnabry, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste - 2:0 für das DFB-Team (17.)!

Damit war der Torhunger der Deutschen aber noch lange nicht gestillt. Joshua Kimmich flankte kurz darauf butterweich nach einem Doppelpass mit Kehrer auf den Kopf von Goretzka, der keine Mühe hatte, das Leder über die Linie zu drücken - 3:0 (20.)!

Estland hatte schlichtweg viel zu viel Respekt, in dieser Phase sogar Angst vor den Gastgebern und kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe, was zur Folge hatte, dass Deutschland schalten und walten konnte, wie es wollte.

Als Goretzka wenig später im Strafraum einlief und von Joonas Tamm festgehalten wurde, gab es auch noch Elfmeter für die Hausherren. Gündogan trat an - und verwandelte trocken zum 4:0 (26.)!

Traumtor von Marco Reus

Ilkay Gündogan (l.) erzielt das 4:0 für Deutschland vom Elfmeterpunkt.
Ilkay Gündogan (l.) erzielt das 4:0 für Deutschland vom Elfmeterpunkt.

Für Estland kam es aber noch schlimmer: Reus schlenzte einige Minuten später nämlich auch noch einen Freistoß aus 20 Metern zentraler Position herrlich über die Mauer in den Winkel zum 5:0 für Deutschland (37.). Das euphorisierte Mainzer Publikum war ob dieses Tor- und Spielrausches der deutschen Elf begeistert!

Die DFB-Mannschaft hatte auch davon abgesehen noch einige weitere Chancen. So lenkte Lepmets etwa einen Reus-Knaller an die Latte (30.). Auf der anderen Seite musste Manuel Neuer nur einen Freistoß von Konstantin Vassiljev halten (45+1.), dann war nach dieser aus deutscher Sicht begeisternden ersten Hälfte Pause.

Der zweite Abschnitt begann deutlich verhaltener, weil Deutschland das Spiel zwar weiterhin kontrollierte und tief in der gegnerischen Hälfte war, die Angriffe aber nicht mehr mit der letzten Konsequenz ausspielte.

Dafür wagten sich die Esten das ein oder andere Mal nach vorne und kamen auch zu guten Abschlüssen.

Deutschland lässt nicht locker

Die deutsche Mannschaft kam aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Insgesamt acht Treffer durfte das DFB-Team feiern.
Die deutsche Mannschaft kam aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus: Insgesamt acht Treffer durfte das DFB-Team feiern.  © DPA

In der 62. Minute demonstrierte Deutschland dann aber wieder spielerische Klasse: Wieder brauchte Gnabry nach direkter Vorlage des eingewechselten Marcel Halstenberg nur einschieben - 6:0 für den Gastgeber!

Dann wurde ein regelkonformer Treffer von Sané wegen einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt (68.), bevor der eingewechselte Werner an Lepmets scheiterte (78.), nur um eine Minute später nach starkem Steckpass vom ebenfalls neu gekommenen Julian Draxler per Lupfer das 7:0 zu erzielen (79.).

Weil Gnabry kurz darauf in Abseitsstellung Lepmets irritierte, wurde auch Sanés zweites Tor aberkannt (81.).

Doch sein drittes Tor zählte endlich - ein kluger Schlenzer in die lange Ecke brachte das 8:0 (88.)!

Für Deutschland geht es erst am 6. September (20.45 Uhr) mit dem wichtigen EM-Quali-Heimspiel gegen die Niederlande im Hamburger Volksparkstadion weiter.

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