Kampf und Krampf: SV Darmstadt 98 verliert durch Last-Minute-Tor gegen den KSC!

Darmstadt - Im Stadion am Böllenfalltor musste sich ein überlegener SV Darmstadt 98 dem Karlsruher SC durch ein spätes Tor von Philipp Hofmann mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

Umkämpfte erste Halbzeit im Stadion am Böllenfalltor: Daniel Gordon (l.) und Darmstadts Tobias Kempe im Kopfball-Duell.
Umkämpfte erste Halbzeit im Stadion am Böllenfalltor: Daniel Gordon (l.) und Darmstadts Tobias Kempe im Kopfball-Duell.

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis veränderte gegenüber dem 1:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue sein Team auf zwei Positionen. Für Seung-ho Paik und Marvin Mehlem rückten Fabian Schnellhardt und Marcel Heller in die Startelf. Tobias Kempe durfte erneut von Beginn an ran.

Darmstadt begann bissig und übernahm zuächst die Kontrolle. Mathias Honsak stürmte neben Serdar Dursun, Kempe und Heller sollten über die Außen Druck machen.

Ein schöner Spielzug brachte die erste Chance für die Lilien: Eine Verlängerung per Hacke auf Hosnak nutzte der Österreicher, um rechts bis zur Grundlinie durchzulaufen. Seine Hereingabe erwischte Dursun, der am rechten Pfosten lauerte, aber nicht richtig (7.).

Auf der Gegenseite konnte Marcel Schuhen einen platzierten Schuss von Anton Fink gekonnt zur Ecke klären (21.).

Der KSC stand nun höher, störte die Lilien früh beim Aufbau und hatte ab Mitte der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Darmstadt versucht bei Ballgewinn schnell umzuschalten. Die Bälle in die Spitze kamen aber zu ungenau.

In der Defensive leisteten sich die Lilien zudem einige unglückliche Ballverluste, die die Gäste aber nicht nutzen konnten. Schuhen musste noch einen wuchtigen Kopfball von Lukas Fröde nach Ecke aus sechs Metern klären (39.), dann ging es torlos in die Halbzeitpause.

Kein Durchkommen gegen die KSC-Abwehr

Immer wieder hatte die KSC-Abwehr ein Bein dazwischen, wenn der umtriebige Serdar Dursun zum Abschluss kommen wollte.
Immer wieder hatte die KSC-Abwehr ein Bein dazwischen, wenn der umtriebige Serdar Dursun zum Abschluss kommen wollte.

Unverändert gingen beide Teams in Halbzeit zwei. Ein erstes kleines Ausrufezeichen setzten die Lilien.

Victor Pálsson fasste sich einfach mal ein Herz, lief von der Mittellinie an sämtlichen Karlsruhern vorbei und zog ab, aber KSC-Keeper Marius Gersbeck wehrte zur Ecke ab (49.). Kurz darauf konnte Gersbeck, der Stammtorhüter Benjamin Uphoff vertrat, einen Schuss von Fabian Holland erst in Nachfassen vor dem heranstürmenden Dursun klären (54.).

Die Lilien waren nun wieder besser im Spiel. In der 60. Minute kam Marvin Mehlem für den eher unauffälligen Heller ins Spiel und sollte für noch mehr Offensive sorgen. Zunächst gab es gegen die stabile KSC-Abwehr aber kein Durchkommen.

In der 65. Minute setzte Patrick Herrmann einen eigentlich als scharfe Hereingabe gedachten Ball knapp neben den linken Pfosten des Badener Tores. Auch die vielen Kempe-Ecken sorgten immer wieder für Gefahr im Gäste-Strafraum.

Etwas Zählbares wollte aber nicht herausspringen.

Karlsruher Schluss-Offensive wird belohnt

Gegen den Kopfball von Philipp Hofmann hat Lilien-Keeper Marcel Schuhen das Nachsehen.
Gegen den Kopfball von Philipp Hofmann hat Lilien-Keeper Marcel Schuhen das Nachsehen.

Zum Ende der regulären Spielzeit wurde Karlsruhe wieder etwas aktiver und die Lilien hatten zunächst Glück, dass ein leicht abgefälschter Freistoß von Martin Wanitzek nur an den Außenpfosten klatschte (81.).

Dann belohnte sich der KSC aber doch noch für seine Schluss-Offensive. Eine Flanke von Fink von der rechten Seite konnte Dario Dumic noch mit dem Kopf blocken. Der Ball kehrte aber umgehend zu Fink zurück, der es erneut versuchte.

Die Flanke fand dann im Fünfer den Kopf von Sturm-Hüne Philipp Hofmann, der sich gleich gegen drei Darmstädter Verteidiger durchsetzen konnte und unhaltbar für Schuhen einköpfte (85.).

Die Lilien bemühten sich zwar in den letzten Minuten weiter mit viel Einsatz um den Ausgleich. Darmstadt konnte sich aber keine gute Chance mehr erspielen.

So war es nach zwei späten Siegen in der Zweiten Bundesliga dieses Mal der Gegner des SVD, der mit einem Last-Minute-Tor die Partie glücklich für sich entscheiden konnte.

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