München statt Berlin: Verliert die Hauptstadt das DFB-Pokalfinale?

Berlin - Brauchen die Fußballfans bald einen neuen Schlachtruf? Seit 34 Jahren findet das DFB-Pokalfinale in Berlin statt. Doch wie lange noch? Das diesjährige Finale könnte erstmal das letzte sein.

David Abraham (l.) und Marco Russ von Eintracht Frankfurt jubeln mit dem Pokal nach dem Sieg über Bayern München.
David Abraham (l.) und Marco Russ von Eintracht Frankfurt jubeln mit dem Pokal nach dem Sieg über Bayern München.  © Soeren Stache/dpa

Münchens Oberbürgermeister-Kandidatin Kristina Frank (38, CSU) möchte das Finale künftig in die bayrische Landeshauptstadt holen.

"Das Pokalfinale gehört nach München, denn: München ist Fußballhauptstadt. Wir haben ein hochmodernes Stadion von Weltformat. München ist fußballbegeistert, über alle Vereinsfarben hinweg", so die CSU-Politikerin zur "Bild"-Zeitung.

2020 läuft der Vertrag mit dem DFB und der Stadt Berlin aus. Was danach passiert, ist unklar.

Seit 1985 strömen die Fans zum Pokalfinale in die Hauptstadt.

Zuvor wurde das Finale jedes Jahr in einer anderen statt ausgetragen. Ein Szenario, dass sich die gebürtige Münchnerin ebenso vorstellen könnte, wie ein Wechsel zwischen Berlin und München.

Ein Verlust wäre für die Fußballfans undenkbar. "Wir sind aktuell in Gesprächen mit Berlin. Generell ist alles vorstellbar. Dass das Finale seit 1985 in Berlin stattfindet, ist aber etwas Besonderes – auch für die Fans mit ihrem Schlachtruf: 'Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!'", erklärte ein DFB-Sprecher der "Bild".

Dass das Finale bald nicht mehr im historischen Olympiastadion ausgetragen wird, scheint trotz der Bemühung aus München allerdings unwahrscheinlich - auch im Hinblick auf Herthas Pläne aus dem Olympiastadion auszuziehen.

Kristina Frank, CSU-Oberbürgermeister-Kandidatin für München, spricht nach der CSU-Vorstandssitzung auf einer Pressekonferenz für die Kommunalwahl.
Kristina Frank, CSU-Oberbürgermeister-Kandidatin für München, spricht nach der CSU-Vorstandssitzung auf einer Pressekonferenz für die Kommunalwahl.  © Peter Kneffel/dpa

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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