Was macht eigentlich der DHL-Erpresser? Polizei hat heiße Spur

Potsdam - Es ist still geworden rund um den DHL-Erpresser. Viermal Mal hat er schon zugeschlagen, in Potsdam, Frankfurt (Oder) und in Berlin. Nun hat die Polizei eine heiße Spur.

Die Polizei hat nun einen Verdächtigen im Visier (Bildmontage).
Die Polizei hat nun einen Verdächtigen im Visier (Bildmontage).

Das erste Mal schlug der immer noch flüchtige DHL-Erpresser auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt zu. Anfang Dezember vergangenen Jahres war in einer Apotheke eine Paketbombe abgegeben worden. Daraufhin musste der Weihnachtsmarkt geräumt werden (TAG24 berichtete).

Zuvor erhielt bereits Anfang November ein Händler in Frankfurt Oder ebenfalls eine Paketbombe.

In dem Potsdamer-Paket entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Gefordert waren darin mehrere Millionen Euro in Bitcoins.

Im Januar und März geriet auch Berlin ins Visier des DHL-Erpressers. In einer Bankfiliale in Steglitz tauchte eine verdächtige Versandtasche mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern auf (TAG24 berichtete). In Kreuzberg wiederum sorgte ein Päckchen mit Sprengstoff für Aufmerksamkeit (TAG24 berichtete). Beide stammen laut kriminaltechnischer Untersuchung mit "hoher Wahrscheinlichkeit" vom DHL-Erpresser.

Wie die B.Z. berichtete hat die Polizei nun einen Verdächtigen im Visier. "Wir ermitteln sehr intensiv mit auch guten Ansätzen", erklärte Brandenburgs Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Dienstag am Rande eines Pressegespräches in Potsdam. Die Ermittlungen seien immer noch sehr "personalintensiv."

Konkrete Angaben zu dem Verdächtigen wollte er nicht machen. Aber: "Wir wussten, wer es war, mussten aber erst beweis- und gerichtsfest ermitteln." Manchmal sei der Durchbruch greifbar nah, manchmal dauere es eben länger, so Marke weiter.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0