DHL enttarnt weiteren Paket-Dieb in Leipzig

Schon wieder wurde in Leipzig ein DHL-Fahrer als Paket-Dieb enttarnt. Der Mann arbeitete für einen von DHL beauftragten Dienstleister (Symbolfoto).
Schon wieder wurde in Leipzig ein DHL-Fahrer als Paket-Dieb enttarnt. Der Mann arbeitete für einen von DHL beauftragten Dienstleister (Symbolfoto).  © DPA

Leipzig - Der Postdienstleister DHL hat einen weiteren Paket-Dieb in Leipzig enttarnt. Der Zusteller soll bei Online-Shops unter fremdem Namen bestellt und die Ware nie bezahlt haben.

Der 35-jährige Mann aus Grünau soll bereits seit längerem Sendungen unterschlagen haben. Ermittler hätten bei Durchsuchungen in der Wohnung des Mannes sowie in seinem Transporter mehrere Dutzend geöffnete Briefe und Pakete gefunden, erklärte Polizeisprecherin Katharina Geyer auf Anfrage der "Leipziger Volkszeitung".

Der 35-Jährige soll sich zum Teil Einkäufe unter Aliasnamen im Internet bestellt haben, ohne die Rechnungen dafür zu begleichen, so Geyer. Die Beamten fanden bei ihm Fernsehelektronik, wie Receiver und Festplatten.

Die Polizei wertet die beschlagnahmten Gegenstände derzeit aus und will sie anschließend ihren rechtmäßigen Besitzern zustellen - sofern diese ermittelt werden können. Wie viele Pakete und Briefe der 35-Jährige öffnete, kann derzeit noch niemand sagen. "Die Ermittlungen dazu stehen noch am Anfang", so Polizeisprecherin Geyer weiter. Gegen den Mann wird wegen Warenkreditbetrugs sowie Verletzung des Postgeheimnisses ermittelt.

DHL hatte den Paketdieb nach eigenen Angaben selbst ermittelt. Am 13. Juni erstattete das Unternehmen Anzeige. Wie DHL auf LVZ-Anfrage mitteilte, sei der Fahrer kein Beschäftigter des Logistikkonzerns gewesen, sondern Mitarbeiter eines beauftragten Transportunternehmens. "Dem Fahrer wurde für unsere Objekte ein sofortiges absolutes Hausverbot ausgesprochen und er ist nicht mehr für uns tätig", erklärte DHL-Sprecherin Tina Birke der LVZ.

Bereits Anfang April hatte die Polizei einen mutmaßlichen Paket-Dieb aus Zwenkau enttarnt. In dessen Wohnung fanden die Beamten über 500 Sendungen und 192 lose Gegenstände. Auch in diesem Fall handelte es sich um den Fahrer eines von DHL beauftragten Transportunternehmens (TAG24 berichtete).


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