Passagiere von Corona-Kreuzfahrtschiff bitten Präsident Trump um Hilfe

Yokohama (Japan) - Wie ist das Leben auf einem Schiff, auf dem sich tausende Menschen unter Quarantäne befinden? Das erzählen jetzt Passagiere aus den USA.

Die Diamond Princess steht unter Quarantäne.
Die Diamond Princess steht unter Quarantäne.  © ---/kyodo/dpa & 123RF kaspri

Bereits seit einigen Tagen sitzen rund 2500 Passagiere und 1000 Mannschaftsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff vor Japan fest, unter ihnen auch acht Deutsche (TAG24 berichtete).

Nachdem bei einem ehemaligen Passagier aus Hongkong der Coronavirus (Live-Ticker) nachgewiesen wurde, stellten die japanischen Behörden das Schiff unter Quarantäne. Fortan gab es kein Entrinnen mehr von der Diamond Princess.

Nachdem bereits zu Beginn einige Menschen über Unwohlsein geklagt hatten, bestätigten sich in den folgenden Tagen zahlreiche weitere Fälle.

Japans Gesundheitsminister Katsunobu Kato gab in Anbetracht der Lage bekannt, dass die Menschen noch mindestens 14 weitere Tage auf dem Schiff bleiben müssen (TAG24 berichtete).

Doch wie ergeht es ihnen da eigentlich? Sind die Umstände so schlimm, wie es uns apokalyptische Thriller immer wieder lehren wollen?

Gegenüber FOX News berichten jetzt die frisch getrauten Milena Basso und Gaetano Cerullo von ihren Erlebnissen und bitten Präsident Donald Trump um Hilfe.

Nachrichtenlage an Bord der Diamond Princess mangelhaft

Amerikanische Passagiere berichten über ihre Lebensverhältnisse an Bord und bitten Präsident Trump um Hilfe.
Amerikanische Passagiere berichten über ihre Lebensverhältnisse an Bord und bitten Präsident Trump um Hilfe.  © Kenzaburo Fukuhara/Kyodo News/AP/dpa & Alex Brando

Erfreulicherweise geht es den beiden Amerikanern körperlich ziemlich gut. Geistig sind sie allerdings schon ganz schön angeschlagen.

Das liegt an mehreren Dingen, zum Beispiel an der Informationspolitik auf dem Schiff:

"Im Prinzip weiß ich eher von unseren Eltern, was hier auf dem Schiff los ist, bevor sie es uns erzählen. Sie geben uns Updates, aber immer sehr verzögert", so Gaetano.

"Es war bis heute etwas vage - nicht so gründlich, wie es sein sollte. Also waren wir ein bisschen besorgt darüber", ergänzt seine Frau.

Auch mit der Lebensmittelversorgung gibt es Probleme: "Ich weiß nicht, wie viele Leute an der Kreuzfahrt teilnehmen, aber sie können ziemlich schnell eine Menge essen. Nachdem die Quarantäne begonnen hat, ging es im Prinzip nur noch bergab."

Bestes Beispiel ist die Versorgung mit Wasser: "Als wir am ersten Tag nach zwei Flaschen Wasser fragten, dauerte es vier Stunden und am nächsten Tag bekamen wir dann zwei Tassen."

Immerhin können die Gäste über Internet und Telefon Kontakt zu ihren Familien und Freunden halten. Doch das täuscht nicht darüber hinweg, in welch misslicher Lage sie sich befinden. Deshalb bitten sie jetzt Präsident Donald Trump um Hilfe.

Präsident Trump soll Passagieren auf Quarantäne-Kreuzfahrtschiff helfen

"Wir sind ein bisschen besorgt, weil wir hier noch zwei Wochen haben, vorausgesetzt, dass es zu unseren Gunsten läuft und wir dann wieder auf amerikanischen Boden kommen. Wenn uns Präsident Trump irgendwie helfen könne..."

"Wir brauchen Hilfe, wir sind in einer misslichen, misslichen Lage."

Ein Hauch von Alltag: Passagiere gehen mit Mundschutz auf dem Schiff spazieren.
Ein Hauch von Alltag: Passagiere gehen mit Mundschutz auf dem Schiff spazieren.  © Sadayuki Goto/Kyodo News/AP/dp

Titelfoto: Kenzaburo Fukuhara/Kyodo News/AP/dpa & Alex Brando


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