So golden ist die englische Woche des Chemnitzer FC

Ende Mai kam Cappek mit Kickers Offenbach in Magdeburg (hier gegen Torhüter Matthias Tischer) ins Straucheln. Mit seinem Wechsel zum CFC ging es für ihn dennoch eine Liga hoch.
Ende Mai kam Cappek mit Kickers Offenbach in Magdeburg (hier gegen Torhüter Matthias Tischer) ins Straucheln. Mit seinem Wechsel zum CFC ging es für ihn dennoch eine Liga hoch.

Von Olaf Morgenstern

Chemnitz - "Es gibt nichts Schöneres als eine englische Woche. Vor allem, wenn sie erfolgreich ist“, sagt CFC-Offensivspieler Christian Cappek (25).

Teil eins war sehr erfolgreich. Chemnitz feierte im Spitzenspiel ein 4:2 gegen Kiel und kletterte auf Rang 2. Ein Platz dahinter lauert der 1. FC Magdeburg.

Dort kämpfen die Himmelblauen Dienstagabend um den nächsten Erfolg.

Cappek war bereits Ende Mai mit Kickers Offenbach beim FCM zu Gast, verlor das Relegations-Hinspiel mit 0:1.

„Die Atmosphäre war unglaublich“, erinnert sich „Cappo“ an den Höllenlärm im Stadion. „Das kennt man eigentlich nur aus Dresden.“

Offenbach kam damit überhaupt nicht klar. Und der CFC?

„Der Trainer hat uns bereits davor gewarnt“, verrät Cappek. „Aber in unserer Mannschaft stehen viele erfahrene Spieler, die solch eine Atmosphäre bereits erlebt haben. Das war bei Offenbach anders, da war es für die meisten neu.“

Christian Cappek (r.) im Zweikampf mit dem Rostocker Tobias Jänicke. Nach zwei Siegen in Folge will Cappek mit den Himmelblauen auch beim FCM drei Punkte einfahren.
Christian Cappek (r.) im Zweikampf mit dem Rostocker Tobias Jänicke. Nach zwei Siegen in Folge will Cappek mit den Himmelblauen auch beim FCM drei Punkte einfahren.

Hitzig wird die Atmosphäre mit Sicherheit auch auf dem Rasen sein.

„Magdeburg kommt über den Kampf, steht sehr kompakt und hat mit Beck einen super Stürmer. Wir müssen vom Anpfiff weg brutal fokussiert auftreten“, so Cappek.

Er sagt aber auch: „Wir wissen um unsere Stärken und können nach zwei Siegen in Folge mit breiter Brust zum Aufsteiger fahren.“

Der CFC hat sich von Spieltag zu Spieltag steigern können, auch wenn noch nicht alles rund läuft.

Cappek: „Die ersten 30 Minuten gegen Kiel waren richtig klasse. Danach hätten wir mehr auf Ballbesitz spielen müssen.“

Auch Trainer Karsten Heine sieht Steigerungspotenzial. „Nach der 2:0-Führung gegen Kiel hatten wir zu viele Ballverluste. Wir brauchen mehr Konstanz, müssen versuchen, unser Spiel über die gesamten 90 Minuten durchzubringen.“

Dicke Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Tim Danneberg (Schulter) und Marc Endres (Hüfte). Heine: „Das entscheidet sich erst am Spieltag.“

Fotos: Igor Pastierovic, imago/Karina Hessland


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