Wie Putin für Chaos bei PK von "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" sorgte

Berlin - Wladimir Putin (67) sorgte unbeabsichtigt für Chaos vor der Pressekonferenz von "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" am Montagmittag in Berlin! Die PK für den Film, der am 30. Januar in den Kinos startet, fand nämlich im Waldorf Astoria gegenüber dem Zoo Palast statt. Und dort residierte auch der russische Präsident, der an der Libyen-Konferenz teilnahm.

Harry Collett (l.), Carmel Laniado und Robert Downey junior (r.) stellten "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" gemeinsam vor.
Harry Collett (l.), Carmel Laniado und Robert Downey junior (r.) stellten "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" gemeinsam vor.  © PR/© 2020 Universal Pictures International All Rig

Dementsprechend groß waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Hotel. Die Hardenbergstraße war abgesperrt, Dutzende Polizeiwagen und bewaffnete Polizisten sicherten die Umgebung.

Wer das riesige Luxus-Gebäude betreten wollte, musste den skeptischen Beamten erstmal seine Einladung/Berechtigung vorzeigen, andernfalls war an der Absperrung Endstation.

Für die meisten ging es aber weiter. Doch in der zweiten Etage folgte die nächste Hürde. Es gab für die versammelten Medienvertreter keinen Warteraum - und im Flur nur fünf Sitzplätze für circa 50 Anwesende.

Auch Getränke suchte man bis kurz vor Beginn vergeblich, weshalb man sich gut eine Stunde die Beine in den Bauch stand, bevor man sich endlich in den Raum setzen durfte.

Einige Minuten später trafen dann aber auch die Stars der Veranstaltung ein: Robert Downey junior sowie seine Co-Darsteller Carmel Laniado und Harry Collett.

Die hatten tags zuvor schon die Deutschlandpremiere gegenüber im Zoo Palast problemlos hinter sich gebracht und zeigten sich gut gelaunt.

Robert Downey junior wählt seine Rollen "nicht strategisch", sondern "intuitiv" aus

Nach "Iron Man" und "Sherlock Holmes" spielt Robert Downey junior mit "Dr. Dolittle" nun seine nächste ikonische Filmfigur.
Nach "Iron Man" und "Sherlock Holmes" spielt Robert Downey junior mit "Dr. Dolittle" nun seine nächste ikonische Filmfigur.  © Stefan Bröhl

Wie bei Hollywoodstars üblich, spielten sie sich die Bälle zu, improvisierten, streuten Witze ein und beantworteten geduldig die mehr oder weniger interessanten Fragen der anwesenden Medienvertreter.

Warum gleich mehrere Journalisten die Frage stellten, mit welchem Tier die Stars am liebsten reden- bzw. welches sie gerne mal für einen Tag sein würden, wenn sie die Wahl hätten, wird ihr Rätsel bleiben.

Denn das mussten die Schauspieler auf ihrer Pressetour rund um die Welt natürlich schon unzählige Male beantworten, weshalb Downey junior augenzwinkernd erklärte: "Wir müssen jedes Mal ein anderes Tier nehmen, wenn uns diese Frage gestellt wird."

Die Tiere sind übrigens alle animiert, doch Crewmitglieder hätten diese für die Schauspieler dargestellt, weshalb Downey junior witzelte: "Stellen sie sich einfach vor, ihr Job bei dem Film sei einfach, in einem grünen Anzug da zu sein. Und ab und zu tun sie so, als seien sie ein Eisbär. Das war witzig."

Auf die vorhersehbare Frage, was ihn an der Rolle gereizt habe, sagte er: "Ich bin nicht so strategisch in dem, was ich mache und auswähle, ich bin da ein bisschen intuitiver." Später fügte er noch hinzu: "Ich möchte so viele unterschiedliche Sachen wie möglich machen."

Robert Downey junior wollte als zweifacher Vater auch mal einen kindgerechten Film drehen

Robert Downey junior (l.) gab sich auf der Pressekonferenz ganz entspannt und spielte Co-Star Carmel Laniado immer wieder die Bälle zu.
Robert Downey junior (l.) gab sich auf der Pressekonferenz ganz entspannt und spielte Co-Star Carmel Laniado immer wieder die Bälle zu.  © Stefan Bröhl

Der heutige Weltstar kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als er unbekannt war: "Als ich als Schauspieler angefangen habe, hatte ich tolle Menschen, mit denen ich arbeiten durfte und von denen ich so viel gelernt habe."

Er zählte Cybill Shepherd, James Woods und Warren Beatty auf und will "die Tradition fortsetzen und einige Dinge, die ich von ihnen gelernt habe, an die neue Generation weitergeben".

Für ihn bestand der Reiz auch darin, "seine Kinder mit zur Premiere" nehmen zu können und "etwas ganz anderes als Tony Stark" zu spielen.

Zur Qualität von "Dr. Dolittle" hatte sich Downey junior eine kluge Strategie zurechtgelegt: "Für mich ist der Film, den ich gerade gedreht habe, immer der beste bis zum nächsten."

Auch die dynamischen Jung-Stars standen immer wieder im Mittelpunkt, was auch an Downey junior lag.

Als Laniado, deren Lieblingstiere Delfine sind, meinte, dass ihr die Umwelt wichtig ist und Collett, der in Berlin 16 Jahre alt wurde, bekannte begeistert, gerne "einen Actionfilm" drehen zu wollen, fasste Downey junior das wie folgt zusammen: "Du machst Action, sie Umwelt und gemeinsam retten wir die Welt!"

Robert Downey junior will "ein guter Ehemann und Vater" sein

Robert Downey junior (l.) stellte "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" im Waldorf Astoria vor, wo auch Russlands Präsident Wladimir Putin untergebracht war - weshalb es große Sicherheitsvorkehrungen gab.
Robert Downey junior (l.) stellte "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" im Waldorf Astoria vor, wo auch Russlands Präsident Wladimir Putin untergebracht war - weshalb es große Sicherheitsvorkehrungen gab.  © StefanBröhl/dpa/Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kr

Die Lacher hatte der routinierte Star nicht nur in diesem Moment auf seiner Seite. Lanaido plauderte nämlich aus dem Nähkästchen und sagte, dass er sie "oft zum Lachen gebracht" habe.

Sie hätten gemeinsam "viel Zeit miteinander verbracht", so der 54-Jährige, der angab, dass Peter O'Toole sein "Lieblingsschauspieler" war.

Der gebürtige New Yorker verdeutlichte außerdem, dass man "mit sich selbst in Verbindung" stehen müsse, um ein guter Schauspieler zu sein, weshalb er Newcomerin Lanaido lobte.

Sie bekam nämlich "das perfekte Weinen" hin, was er laut eigener Angabe erst im Alter von 26 Jahren bei "Chaplin" ansatzweise schaffte.

Downey junior beendete die Veranstaltung, indem er in die Zukunft blickte und erklärte: "Ich will aktiv und beschäftigt bleiben, ein guter Vater und Ehemann sein und wenn der Rest noch gut läuft, ist das auch cool."

Titelfoto: StefanBröhl/dpa/Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kr

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