Die Fantastischen Vier in Leipzig: Diese Herren feiern schon ihr 30-Jähriges!?

Leipzig - Kaum zu glauben: Diese Herren feiern tatsächlich bald ihr 30-Jähriges. Mit "Captain Fantastic" lieferten Die Fantastischen Vier 2018 ihre neueste Platte, mit der sie sich nun auf großer Deutschland-Tour befinden. Natürlich durfte dabei auf keinen Fall eine Leipzig-Show fehlen. Und auch hier machten die Fantas klar: Vom Altwerden gibt es bei ihnen noch längst keine Spur.

Thomas D von den Fantastischen Vier strotze am Freitag in der Arena Leipzig nur so vor Energie.
Thomas D von den Fantastischen Vier strotze am Freitag in der Arena Leipzig nur so vor Energie.  © Eric Mittmann

Nachdem zunächst DJ Thomilla den Zuschauern der ausverkauften Arena mit fetten Beats eingeheizt hatte, ging es pünktlich um 20 Uhr auch schon los mit den ersten Tönen aus "Captain Fantastic". Die Bühne zunächst in schlichtes Schwarz-Weiß getaucht, sorgten Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Ypsilon zunächst für ordentlich Spannung, bevor sie mit "Fantanamera", "Was geht" und "Hot" endgültig die Sau rausließen.

Untersützung erhielten sie dabei von Musiker-Kollege Flo Mega, der in Übermenschen-Größe auf die extra mitgebrachten LED-Wände projiziert wurde. Es sollte nicht der einzige Gast-Auftritt sein, für den die Fantas an diesem Abend sorgten.

Auf Ansagen wurde derweil größtenteils verzichtet, stattdessen ging jeder Hit nahezu nahtlos in den nächsten über. Alles war auf die Show ausgelegt. "Wir spielen heute fast das ganze Album", erklärt Michi Beck zwischendurch kurz. Dass er damit keineswegs gelogen hatte, sollte sich im Verlauf der Show noch deutlich beweisen. Sogar das Interlude "Moduland.Y" fand sich im Set wieder.

Zwischendurch gab es natürlich auch die altbekannten Hits abzufeiern. Den Anfang machte "Sie ist weg". Die Fantas nutzten derweil die komplette Bühne für ihre Performance. Tanzeinlagen während des Auftritts von Flo Mega. In einem Moment steht Michi Beck noch am Bühnenrand, nur um im nächsten plötzlich hinter dem Schlagzeug aufzutauchen und von da aus für Stimmung zu sorgen.

Bei einem der Kracher liefern sich Smudo und Thomas D eine Art Mexican Standoff zu spanischen GItarrenklängen und wieder kommt einem der Gedanke: Kaum zu glauben, dass diese Herren 2019 bereits ihr 30-Jähriges feiern.

Die Fantastischen Vier live: Space-Landschaft in der Arena Leipzig

Ebenso wie Band-Kollege Michi Beck...
Ebenso wie Band-Kollege Michi Beck...  © Eric Mittmann

Nach etwa einer dreiviertel Stunde kündigt Smudo den Höhepunkt der Show an, setzt Thomas D eine Brille auf und es folgt "Die da". Auch auf "Gebt uns ruhig die Schuld" und "Ernten was wir sähen" müssen die etwa 11.000 Fans nicht lange warten.

Bei "Tag am Meer" verwandeln die LED-Wände die Arena plötzlich in eine Space-Landschaft. Galaxien in allen möglichen Farben wabern über die Leinwände, während Bruchstücke in Grün und Lila vorüberziehen. Der Trancezustand findet ein jähes Ende, als im zweiten Chorus plötzlich verzerrte Gitarren einsetzen und aus dem Stück kurzzeitig eine Rock-Nummer machen. Es ist eine der wenigen Überraschungen in einem sonst schnörkellosen Set.

Was nicht bedeutet, dass die Fantas nicht nicht für Abwechslung sorgen. Auch nach 30 Jahren gehören die Stuttgarter nich immer zu den versiertesten Acts des deutschen Hip Hop, was sie auch live zeigen. Von Song zu Song wechselt immer wieder das Tempo, wird angezogen und runtergeschraubt, bis hin zum absoluten Extrem, in dem Musik und Lichtshow im Stroboskop-Chaos enden.

Als Ausgleich folgten "Aus und Vorbei", "Tunnel" und sogar "MFG" durfte nicht fehlen.

Zum vorläufigen Abschluss gab es "Zusammen", wobei natürlich Sänger Clueso wieder via Leinwand dabei war und auch ordentlich Konfetti zum Einsatz kam. Die Zugabe lieferten dann das bereits erwähnte "Moduland.Y", "Hitisn" sowie der eine Hit, der noch nicht dabei war: "Troy". Ein gelungener Abend, der den angereisten Fans hoffentlich noch lange in Erinnerung bleibt.

Anm. d. Red.: In einer vorherigen Version des Textes berichteten wir, dass DJ Eskei83 zunächst den etwa 11.000 Gästen einheizte. Tatsächlich war jedoch DJ Thomilla für das Vorprogramm zuständig.

 Und Smudo, die die rund 11.000 angereisten Fans knapp zweieinhalb Stunden lang unterhielten.
Und Smudo, die die rund 11.000 angereisten Fans knapp zweieinhalb Stunden lang unterhielten.  © Eric Mittmann
© Eric Mittmann

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