Neue grausame Details zum psychisch kranken U-Bahn-Schläger

Eine Innere Stimme sprach zu dem Mann (Symbolfoto).
Eine Innere Stimme sprach zu dem Mann (Symbolfoto).  © DPA

Frankfurt - Innere Stimmen sollen den Mann dazu gebracht haben, mehrere Menschen an einer U-Bahn-Station anzugreifen und zwei davon lebensgefährlich zu verletzten!

Nach den schweren Übergriffen droht dem 38 Jahre alten Mann die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik (TAG24 berichtete).

Seit Dienstag verhandelt das Landgericht Frankfurt gegen ihn wegen zweifachen versuchten Totschlags und einer Reihe von Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.

Am 29. Juni vergangenen Jahres kam es laut Staatsanwaltschaft an der Frankfurter Eissporthalle innerhalb weniger Minuten zu mehreren Gewalttaten.

Zunächst soll der Mann einer Passantin mit voller Wucht gegen den Hals getreten haben, so dass sie Erstickungsanfälle bekam und unter Lebensgefahr in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Danach schlug der in einer Obdachlosenunterkunft in der Nähe untergebrachte Mann laut Anklage einen Rentner derart, dass dieser gegen eine einfahrende Straßenbahn fiel und dabei erheblich verletzt wurde. Andere Passanten wurden von dem Angeklagten ebenfalls geschlagen und bespuckt. Nach seiner Festnahme kam er vorläufig in die Psychiatrie.

Bei den beiden schwersten Straftaten geht die Staatsanwaltschaft von versuchtem Totschlag aus. Aufgrund seiner schizophrenen Erkrankung sei der Angeklagte aber nicht schuld- und steuerungsfähig, hieß es in der Antragsschrift der Ermittlungsbehörde.

Vor Gericht räumte der Beschuldigte die Taten pauschal ein. Er habe innere Stimmen gehört, die ihn zu den Gewalttaten geraten hätten. Seit er in der Klinik Medikamente einnehme, höre er diese Stimmen jedoch nicht mehr.


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