Solar-Pflicht für Häuslebauer? Grüne präsentieren Drei-Punkte-Plan

Augsburg - Die Grünen in Bayern fordern in einem Drei-Punkte-Plan unter anderem, dass alle Neubauten in Bayern per Bauordnung Solaranlagen installieren müssen.

Solar-Pflicht für Neubauten? Mit dieser Idee könnten sowohl die Umwelt als auch die Geldbeutel der Eigentümer entlastet werden. (Symbolbild)
Solar-Pflicht für Neubauten? Mit dieser Idee könnten sowohl die Umwelt als auch die Geldbeutel der Eigentümer entlastet werden. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa-tmn

Diese Verpflichtung zu beispielsweise Solardächern ist einer der Punkte, durch die im Freistaat zukunftsorientierte Umwelt-Politik betreiben soll, wie die dpa mitteilt.

Ein weiterer Ansatz: Auf jede der rund 4.800 bayerischen Schulen soll ebenfalls eine Solaranlage gebaut werden. Das fordert der Co-Fraktionschef von Bündnis90/Die Grünen, Ludwig Hartmann, der "Augsburger Allgemeinen" in einem Interview.

Der Landtag könnte dafür einfach die Bauordnung ändern. Außerdem verlangen die Grünen, Windkraftanlagen wieder näher an Wohnhäuser zu bauen, also die Änderung oder Aufhebung der sogennanten H10-Regelung und richtet sich mit seinen Aussagen direkt an Bayerns Ministerpräsident, Markus Söder.

Demnach muss eine Windkraftanlage einen Abstand zum bebauten Gebiet einhalten, der mindestens das 10-fache der eigenen Höhe betrifft. Zudem sollen Moore flächendeckend zu renaturiert werden.

Auf die Moore könnten dann Solaranlagen gebaut werden. "Wir verstehen diese drei Punkte als Nagelprobe, ob Söder es ernst meint mit dem Klimaschutz", sagte der Hartmann.

"Alle Fachleute wissen, dass Strom aus Wind und Sonne die Basis jeder Klimaschutzpolitik ist. Und auch wenn wir Wasserstoffantriebe oder synthetische Kraftstoffe wollen, was Söder ja propagiert, dann brauchen wir erneuerbare Energien. Anders geht das nicht." setzt er den Landesvater weiter unter Druck.

Zudem versucht er den CSU-Politiker zu demaskieren. Söders Interesse am Klimaschutz - so sehr dieser auch derzeit propagiert, dass die Christ-Sozialen als erstes ein Klimaschutzkonzept präsentiert hätten - läge nur daran, dass die Gesellschaft ihn zu diesem Handeln zwinge. Ohne Bewegungen wie Fridays For Future hätte er - so Hartmann - gar nichts vorgelegt.

Ludwig Hartmann setzt Bayerns Regierung mit einem Drei-Punkte-Plan unter Druck.
Ludwig Hartmann setzt Bayerns Regierung mit einem Drei-Punkte-Plan unter Druck.  © Sven Hoppe/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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