Die "Pegizei" ist jetzt in der Dresdner Neustadt angekommen

Dresden - Die "Pegizei" ist nun künstlerisch verewigt. In der Dresdner Neustadt prangt ein großes Abbild des "Logos" der Vermischung aus Polizei und PEGIDA.

Das Graffito ist an einer Wand in der Nähe der Scheune zu sehen.
Das Graffito ist an einer Wand in der Nähe der Scheune zu sehen.  © Tino Plunert

Jetzt ist die "Pegizei" also auch grafisch in der Neustadt angekommen. Als Kunstwerk an einer Wand in der Nähe der Location "Scheune". Übrigens genau dort, wo die Polizisten seit mehreren Tagen etliche Razzien gegen Drogenkriminalität und Diebstahl durchführten (TAG24 berichtete).

Die Wand, an der das Graffito auftauchte, ist eine Fläche, auf der sich Graffiti-Sprayer legal verewigen können.

Während einige Politiker und Polizei darüber sicher nicht lachen können, schmunzelt man bereits vielerorts in Deutschland über die Vorgänge, wie sie sich in Sachsen ereignen. Dass schließlich der wütende "Hutbürger" auch noch Mitarbeiter beim LKA Sachsen ist, setzte dem ganzen die Krone auf.

"Unverantwortlich" bezeichnete Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) den Hashtag #pegizei, der seit dem Vorfall zwischen TV-Team und PEGIDA-Demonstrant im Netz die Runde macht.

So kam es zum Begriff der "Pegizei":

Die Polizei fährt schon Streife, wird über das Graffito sicher nicht lachen können.
Die Polizei fährt schon Streife, wird über das Graffito sicher nicht lachen können.  © Tino Plunert

Am Rande des Besuches von Kanzlerin Angela Merkel in Dresden ging ein PEGIDA-Demonstrant aufdringlich auf einen Kameramann zu, bedrängte ihn, nicht zu filmen.

Der TV-Reporter bat den Mann, einfach weiter zu gehen. Dann rief dieser aber die Polizei, die das Journalisten-Team durch eine polizeiliche Maßnahme tatsächlich 45 Minuten hinderte, weiterzuarbeiten.

Nach Bekanntwerden des Vorgangs deuteten viele, die Polizei in Sachsen würde als Erfüllungsgehilfe für PEGIDA agieren.

Dies verstärkte der Ministerpräsident, indem er twitterte, die Beamten seien als einziges "seriös" in der Szene aufgetreten.

Im Graffito grüßt der Künstler Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Im Graffito grüßt der Künstler Ministerpräsident Michael Kretschmer.  © Tino Plunert

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