Das sind die schlechtesten Kinofilme des Jahres 2018

Berlin - Diese Werke hätten sich die Macher lieber sparen sollen! Um die zehn schlechtesten Filme des Jahres sollte man lieber einen weiten Bogen machen.

Die hysterische Filmfigur von Kate Winslet (l.) in "Wonder Wheel" von Woody Allen war der nervigste Kinocharakter des gesamten Jahres 2018! Wie Justin Timberlake (r.) diesen Dreh ohne psychischen Schaden überstanden hat, bleibt ein Rätsel.
Die hysterische Filmfigur von Kate Winslet (l.) in "Wonder Wheel" von Woody Allen war der nervigste Kinocharakter des gesamten Jahres 2018! Wie Justin Timberlake (r.) diesen Dreh ohne psychischen Schaden überstanden hat, bleibt ein Rätsel.  © DPA

Platz 10: Pacific Rim: Uprising

Der schlechteste Blockbuster des Jahres ist mal wieder eine Fortsetzung - was auch sonst?! Nachdem ein Großteil von Cast & Crew des hervorragenden ersten Teils nicht mehr mitwirkte, sank auch die Qualität des zweiten Alien-Monster-Films rapide. Ob Drehbuch, Dialoge, Action oder die Regie von Steven S. DeKnight - alles wirkt zweitklassig. Wenn überhaupt. Als Zuschauer bleibt man auf Distanz und hofft nur noch, dass die drögen 111 Minuten endlich vorbei sein mögen. Zum Glück hat man auch diesen völlig unnötig produzierten Film irgendwann überstanden. >>Trailer.

Platz 9: Wonder Wheel

Der wohl schlechteste Film von Woody Allen überhaupt! Selten war eine seiner Komödien so unlustig, so schwerfällig, die Liebesgeschichte so an den Haaren herbeigezogen, durch Jim Belushi und vor allem Kate Winslets unsäglich anstrengende, hysterische Figur so nervig, wie "Wonder Wheel". Dass es dabei zumindest auch einige schöne Bilder, Kostüme und Locations zu sehen gibt, lässt den Film immerhin nicht zu einem kompletten Flop werden - aber immer noch elend genug! >>Trailer.

Da gucken sie betreten drein: Die Jungschauspieler des Disney-Filmes "Das Zeiträtsel" hätten wohl niemals mit einem solchen Flop gerechnet.
Da gucken sie betreten drein: Die Jungschauspieler des Disney-Filmes "Das Zeiträtsel" hätten wohl niemals mit einem solchen Flop gerechnet.  © DPA

Platz 8: Das Leben ist ein Fest

Auch diese französische Komödie ist ein kompletter Reinfall. Warum sie dennoch für den Europäischen Filmpreis nominiert war, ist und bleibt ein absolutes Rätsel! Denn die Macher Olivier Nakache und Éric Toledano, die auch das Meisterwerks "Ziemlich beste Freunde" drehten, haben sich mit diesem Hochzeitsvorbereitungs-Wirrwarr vollständig verhoben. Der Film ist niemals witzig, dafür unglaublich langatmig, langweilig und zäh, weil er nur so vor uninteressanten Figuren und dümmlichen Dialogen strotzt. Auch die Geschichte an sich überzeugt nicht. Eine der größten Enttäuschungen des Jahres! >>Trailer.

Platz 7: Das Zeiträtsel

Was sich Disney und vor allem die herausragende Regisseurin Ava DuVernay, die 2014 das Meisterwerk "Selma" drehte, bei "A Wrinkle of Time" gedacht haben, wird ihr Geheimnis bleiben. Zu der unglaubwürdigen, klischeeüberladenen, öden Geschichte, dem schlechten Drehbuch und dem ausbremsenden Schnitt kam auch noch eine grausame Überbeleuchtung hinzu, die so künstlich und distanziert wirkt, wie es auch der ganze Film ist. Trotz typischer Disney-Moral der wohl schlechteste Streifen, den das große Studio in den letzten Jahren herausgebracht hat. >>Trailer.

Furchtbar unlustig und stellenweise peinlich: "Book Club - Das Beste kommt noch" mit Diane Keaton (l.), Candice Bergen (Zweite von links), Jane Fonda (Zweite von rechts) und Mary Steenburgen (r.).
Furchtbar unlustig und stellenweise peinlich: "Book Club - Das Beste kommt noch" mit Diane Keaton (l.), Candice Bergen (Zweite von links), Jane Fonda (Zweite von rechts) und Mary Steenburgen (r.).  © DPA

Platz 6: Career Day mit Hindernissen

Diese Komödie der US-Schauspielerin Judy Greer ist ein Fiasko! Man merkt dem Film zu jeder Zeit an, dass es Greers Regie-Debüt ist. Denn ihr Werk ist extrem unlustig, stellenweise richtig peinlich, oberflächlich und mit Ausnahme einiger weniger Szenen völlig uninteressant, weil die Figuren trotz eines namhaften Casts zu flach geraten sind und der Plot heillos überfrachtet ist. Hoffentlich macht sie es in Zukunft besser! >>Trailer.

Platz 5: Book Club - Das Beste kommt noch

Diese starbesetzte Komödie von Regisseur Bill Holderman ist sogar noch schwächer, als der Hindernis-geplagte Karrieretag. Unglaubwürdige Leistungen der Schauspielerinnen, extrem schlechte, stellenweise peinliche Rollen und Gags, viele Fremdschäm-Momente und eine schwache Dialogzeile nach der anderen sorgen für einen der schlechtesten Unterhaltungsfilme des Jahres. Dieses nervige Altweiber-Geschwätz hätte man sich echt sparen können! >>Trailer.

Diesen Action-Reißer und diese Unsympathen-Rolle in "Mile 22" hätte sich Mark Wahlberg lieber sparen sollen.
Diesen Action-Reißer und diese Unsympathen-Rolle in "Mile 22" hätte sich Mark Wahlberg lieber sparen sollen.  © DPA

Platz 4: Vielmachglas

Der schlechteste deutsche Film des Jahres - Hut ab, das muss man erstmal schaffen! Diese "Komödie" stolpert von einer Peinlichkeit in die nächste, ist nicht authentisch, hat völlig überzeichnete Charaktere, eine dümmliche Geschichte, die man in ähnlicher Form schon tausende Male besser gesehen hat und zieht sich unendlich in die Länge, sodass man das Gefühl hat, "Vielmachglas" würde nicht nur 89 Minuten, sondern 250 Minuten lang sein. Der völlig überdrehte Auftritt von Matthias Schweighöfer ist bezeichnend. Furchtbar! >>Trailer.

Platz 3: Mile 22

Unsympathischer geht es gar nicht! Selten waren einem die Figuren so fremd, wie in diesem grottenschlechten Actioner vom Genre-erprobten Regisseur Peter Berg. Mark Wahlberg spielt ein Arschloch allererster Güte, mit dem man so gar nichts anfangen kann. Der furchtbare Schnitt hemmt den Film zusätzlich und sorgt für unglaublich schlechte erste 50 Minuten, die fast nur aus abgenutzten Schimpfwörtern, gar nicht krassen Ghetto-Drohgebärden und hektischen Dialogen bestehen. Anschließend hatte der Thriller ohne Thrill zwar ab und an solide Szenen, doch insgesamt blieb er schrecklich primitiv, eintönig und überzogen. >>Trailer.

Sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen, muss man erstmal schaffen! Hut ab, "The Death of Stalin", du bist der schlechteste Film des Jahres!
Sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen, muss man erstmal schaffen! Hut ab, "The Death of Stalin", du bist der schlechteste Film des Jahres!  © DPA

Platz 2: The Happy Prince

Das überambitionierteste Projekt des Jahres! Der englische Schauspieler Rupert Everett schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte die Hauptrolle - hätte er sich mal auf eine Sache konzentriert. Denn obwohl der Film auf Festivals wie der Berlinale lief, überzeugte er nicht. Im Gegenteil. Mit seiner aufgesetzt intellektuellen Machart gab er dem Publikum überhaupt keine Möglichkeit, Zugang zu seinem Drama über Oscar Wilde zu finden. Das affektierte Getue nervt, die zähen Dialoge sorgen für Kopf schütteln, die miese Geschichte dafür, dass man sich im Kino die Augen zuhalten möchte. Das ganze Projekt und speziell das Drehbuch hätte man lieber nochmal überarbeiten sollen! Ärgerlich! >>Trailer.

Platz 1: The Death of Stalin

Die beste europäische Komödie des Jahres? Mitnichten! Auch wenn der starbesetzte Film von Armando Iannucci erst vor wenigen Wochen mit genau diesem Preis ausgezeichnet wurde, hat sich die Jury selten so geirrt! Denn selten war eine Komödie so unlustig, so wenig dramatisch, so überfrachtet, so peinlich und schlecht getimt, wie "The Death of Stalin". So geht der Film zwar "nur" 106 Minuten, zieht sich aber in die Länge, wie vor einigen Jahren "Gods of Egypt", wo man das Gefühl hatte, acht Stunden ohne Pause im Kino gesessen zu haben. Dieser Film hier hat dieselbe erschlagende Wirkung. Auch die Schauspieler überzeugen mit ihrem aufgesetzten russischen Akzent keineswegs. Dazu kommt eine Geschichte voller vorhersehbarer Wendungen, dümmlicher Ränkespiele und lahmen Dialogen. Das so hinzubekommen, ist auch eine Leistung!

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