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Dieser Dresdner wird in Afrika als Heiliger verehrt, weil...

Dresden - Bruno Gutmann (1876-1966), ein Missionar aus Dresden, wird in Tansania noch heute wie ein Heiliger verehrt. Den Menschen am Fuße des Kilimandscharo brachte er nicht nur den christlichen Glauben.
Die Eintracht auf dem Foto täuscht: Bei manchen Weißen in Ostafrika war Bruno Gutmann (Kreis) nicht gut gelitten.
Die Eintracht auf dem Foto täuscht: Bei manchen Weißen in Ostafrika war Bruno Gutmann (Kreis) nicht gut gelitten.

Dresden - Bruno Gutmann (1876-1966), ein Missionar aus Dresden, wird in Tansania noch heute wie ein Heiliger verehrt. Den Menschen am Fuße des Kilimandscharo brachte er nicht nur den christlichen Glauben.

Er half ihnen auch, ihre eigene Kultur zu bewahren. Jetzt ist ein Buch über ihn auf dem Markt.

Als Kind armer Eltern wächst Gutmann in Dresden-Trachau auf. Die Familie stammt aus dem erzgebirgischen Bobritzsch (bei Freiberg).

Als Klein-Bruno sechs Jahre jung ist, stirbt seine Mutter. Die Not ist groß. Mit elf Jahren muss Bruno - obwohl Klassenbester - in der Fabrik arbeiten. Mit 14 beginnt er eine Lehre in der Kommunalverwaltung in Pieschen, heute ein Ortsteil von Dresden.

So streng, wie er hier dreinblickt, war Bruno Gutmann höchstens gegen sich selbst. Sein Urenkel Tillmann Prüfer hat ein Buch über ihn geschrieben.
So streng, wie er hier dreinblickt, war Bruno Gutmann höchstens gegen sich selbst. Sein Urenkel Tillmann Prüfer hat ein Buch über ihn geschrieben.

Doch Bruno hasst die Stadt und den Dreck. Er will weg. Beim Christlichen Verein Junger Männer hört er von der Möglichkeit, als Missionar in Afrika zu arbeiten. Ab 1895 besucht er das Missionsseminar in Leipzig, studiert Theologie.

1902 reist er nach Afrika. Bis 1938 wird er - mit einigen Unterbrechungen - auf dem Schwarzen Kontinent bleiben. Eine durchaus prägende Zeit - für ihn, aber auch für die Einheimischen vor Ort.

Denn Gutmann ist anders als die anderen weißen Männer jener Zeit. Während die Kolonialregierung in Deutsch-Ostafrika darauf erpicht ist, heimische Arbeitskräfte - zum Beispiel für die Kaffeeplantagen - zu gewinnen, beginnen die Missionare neben Kirchen auch Schulen und Krankenhäuser zu bauen.

Auch die Niederschlagung von Aufständen gehörte zur deutschen Kolonialzeit im heutigen Tansania dazu.
Auch die Niederschlagung von Aufständen gehörte zur deutschen Kolonialzeit im heutigen Tansania dazu.

Gutmann leitet bald seine eigene Mission: Old Moshi. Mittellose Kinder bekommen dort Zugang zu Bildung; mehr Mütter und Babys überleben die Geburt.

Vormals Ausgestoßene sehen plötzlich eine Perspektive - entsprechend schnell verbreitet sich das Christentum am Kilimandscharo. Gutmann wird seinem Namen gerecht.

Bei Missionskollegen und anderen Deutschen in Afrika wird er bald als „Negerfreund“ beschimpft. Einen Siedler, der seine Arbeiter um den Lohn betrügt und schlägt, bringt der Dresdner (erfolglos) vor Gericht.

Er akzeptiert die Bräuche der Eingeborenen und das tägliche Bier, das sie gern trinken - sehr zum Missfallen der anderen Lutheraner.

In Moshi im Norden Tansanias zeugt heute eine Reihe europäisch anmutender Kirchenbauten von der Christianisierung durch deutsche Missionare.
In Moshi im Norden Tansanias zeugt heute eine Reihe europäisch anmutender Kirchenbauten von der Christianisierung durch deutsche Missionare.

Gutmann weiß: Er kann die Menschen nur erreichen, wenn er sich auch auf sie einlässt.

Und er lernt die Sprache der Chagga, lässt sich ihre Geschichte und Geschichten erzählen, ihre Fabeln, Gesänge und das Rechtssystem. Mehr als 30 Bücher bringt er heraus.

Heute zählt der Stamm der Chagga rund 800.000 Menschen, die meist vom Ackerbau und der Rinderzucht leben. Was sie über ihre eigene Kultur wissen, wissen sie vornehmlich durch Bruno Gutmann.

Kein Wunder, dass sie ihn, der ab 1938 bis zu seinem Tod 1966 noch Jahrzehnte im mittelfränkischen Ehingen lebte, bis heute als „Apostel“ verehren. Oder einfach als „Heiligen Bruno“.

Das Buch

Tillmann Prüfer ist Stil-Chef des ZEITmagazins und recherchierte in Afrika zur faszinierenden Geschichte seines Urgroßvaters Bruno Gutmann.
Tillmann Prüfer ist Stil-Chef des ZEITmagazins und recherchierte in Afrika zur faszinierenden Geschichte seines Urgroßvaters Bruno Gutmann.

Seinen Urgroßvater kannte Tillmann Prüfer nur als streng dreinblickenden Herrn von einem Foto.

Doch die Geschichte des Missionars faszinierte ihn, und so begab sich Prüfer, im „wahren“ Leben Stil-Chef des ZEITmagazins, auf Spurensuche in Afrika.

Herausgekommen ist das Buch „Der Heilige Bruno“ (rororo-Verlag, 9,99 Euro), in dem Prüfer mit leichter Hand viel Wissen vermittelt über eine Zeit, die bei uns fast vergessen scheint.

Unbedingt lesenswert! Übrigens: Tillmann Prüfer liest am 1. September, 19.30 Uhr, im Leipziger Pfarrhaus Stötteritz (Dorstigstraße 5) aus seinem Buch.

Fotos: Tillmann Prüfer/Wikipedia/privat/imago

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