Die Zahl der Migrantenkinder wächst

Brunhild Kurth (60, CDU) besuchte die 102. Grundschule in Dresden, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.
Brunhild Kurth (60, CDU) besuchte die 102. Grundschule in Dresden, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Die Zahl der Migrantenkinder an Sachsens Schulen ist im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gestiegen. Derzeit werden 3.070 Schüler in 161 Klassen in „Deutsch als Zweitsprache (DaZ)“ unterrichtet.

Das erklärte nun Kultusministerin Brunhild Kurth (60, CDU) beim Besuch der 102. Grundschule in Dresden.

Für die Integration dieser Kinder soll es mehr Geld geben: Im Haushaltsentwurf 2015/16 sind zusätzlich 5,7 Millionen Euro eingeplant.

Mit dem Geld könnten bis zu 100 neue Lehrer eingestellt werden, so die Ministerin: „Damit reagieren wir auf die gestiegenen Zahlen von Migranten.“

Die Ministerin ärgert sich indes über die Kritik des Sächsischen Lehrerverbands an zu großen Klassen für Flüchtlingskinder. Dieser hatte von bis zu 24 Schülern in DaZ-Klassen gesprochen. Diese Zahl könne „nie und nimmer“ stimmen, so Frau Kurth.

Aktuell liegt der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund an öffentlichen Schulen bei sechs Prozent.

Foto: dpa/Arno Burgi


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