Gemeinde pleite. Bürgermeister soll Dienstwagen abgeben

Im Rathaus von Käbschütztal gibt es Ärger um seinen Dienstwagen. Bürgermeister Uwe Klingor ist deshalb auf den Roller umgestiegen.
Im Rathaus von Käbschütztal gibt es Ärger um seinen Dienstwagen. Bürgermeister Uwe Klingor ist deshalb auf den Roller umgestiegen.

Von Hermann Tydecks

Meißen - In der Großgemeinde Käbschütztal (2797 Einwohner) bei Meißen tobt ein erbitterter Kampf um den Dienstwagen des Bürgermeisters. Das Auto soll weg, fordern einige Räte, die Gemeinde ist pleite. Doch der Chef winkt ab.

Streitobjekt ist der blaue VW Golf Variant. Bürgermeister Uwe Klingor (62, CDU) leaste das Neufahrzeug vor zwei Jahren, nutzte es sowohl dienstlich als auch privat. Doch dann beschloss der Gemeinderat, dass er aus Kostengründen versuchen solle, aus dem Leasingvertrag auszusteigen, beauftragte eine Kostenprüfung. „Dem kam der Bürgermeister nicht nach“, schimpft ein Gemeinderat, der namentlich nicht genannt werden will. „Daraufhin erhielt er im Oktober eine Abmahnung.“

Bürgermeister Klingor ließ schließlich prüfen: „Es würde sich nicht rechnen, den Leasing-Vertrag ein Jahr vor dem regulären Ablauf vorzeitig zu beenden.“ Außerdem werde das Auto für Dienstfahrten gebraucht, vor allem vom Leiter der Bauverwaltung, der es jetzt vermehrt nutze.

Bleibt der Golf oder kommt er weg? Eine Kampfabstimmung im Gemeinderat am 24. November soll jetzt die Fronten endgültig klären! Privat ist Bürgermeister Klingor nach dem ganzen Auto-Ärger ohnehin längst von den geleasten vier auf zwei Räder umgestiegen: Seit Juli fährt er einen Motorroller, den er sich selbst gekauft hat.

Foto: Hübschmann


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