Diese 3 Städte in NRW planen Seilbahnen: In Köln steht sie nach Unfall still

Wuppertal / Bonn / Ratingen - Raus aus dem täglichen Stau und hinauf in den Himmel - mit einer städtischen Seilbahn. Das ist gar nicht so utopisch, wie es zunächst klingt. Drei NRW-Städte arbeiten an solchen Plänen, es geht allerdings nur langsam voran.

Die Kölner Seilbahn gilt als Touristenattraktion.
Die Kölner Seilbahn gilt als Touristenattraktion.  © DPA

Eine Seilbahn als Alternative zu Bus und Bahn - diese Idee wird derzeit in drei NRW-Städten diskutiert. Doch die Pläne kommen nur langsam voran.

In Wuppertal hatte der Rat bereits im Juli 2017 beschlossen, das Projekt weiter voranzutreiben. "Aktuell sind Stadt und Stadtwerke mit der Deutschen Bahn in Gesprächen über den Kauf eines Grundstücks", sagte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Denn das Grundstück neben dem Hauptbahnhof, auf dem die Talstation der Seilbahn errichtet werden könnte, gehört der Bahn. Das nach Schätzungen rund 82 Millionen Euro teure Seilbahn-Projekt soll die Innenstadt auf einer 2800 Meter langen Strecke unter anderem besser mit der Universität verbinden.

In Bonn hatte eine Studie ergeben, dass eine Seilbahn technisch machbar ist. Sie könnte vom UN-Campus an der Museumsmeile auf den Venusberg führen und weiter über den Rhein verlängert werden. Nach Angaben eines Stadtsprechers könnte im Mai der Auftrag für eine Kosten-Nutzen-Untersuchung ausgeschrieben werden. Ergebnisse sollen etwa ein Jahr danach vorliegen.

In Ratingen steht man noch ganz am Anfang. Dort hatte die CDU im Februar beantragt, eine "Luft-Kabinenbahn" als Alternative zu Bussen und Straßenbahnen für die Strecke zwischen Flughafenbahnhof und Innenstadt zu prüfen. Mitte Mai wird der Rat entscheiden, ob die Pläne weiter verfolgt werden sollen.

Bei der Kölner Seilbahn gab es 2017 einen Zwischenfall, weil sich eine Gondel verkeilt hatte. 65 Fahrgäste mussten damals in luftiger Höhe gerettet werden. Die Entscheidung, wann die Seilbahn wieder fahren darf, liegt bei der Kölner Bezirksregierung.

Titelfoto: DPA


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