Das wird teuer: Diese Bußgelder drohen demnächst im Straßenverkehr

Berlin - Neue Regeln und Bußgelder im Straßenverkehr - Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU, 44) will eine neue Straßenverkehrsordnung einführen. Dabei sollen Fußgänger und Radfahrer mehr geschützt werden, Autofahrer müssen bei Verstoßen tiefer in die Tasche greifen.

Wer künftig keine Rettungsgasse bildet, soll mehr als 300 Euro zahlen.
Wer künftig keine Rettungsgasse bildet, soll mehr als 300 Euro zahlen.  © dpa/Holger Hollemann

Im Straßenverkehr dürfte sich künftig einiges ändern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU, 44) will härtere Strafen für Verkehrssünder. Dies geht aus deinem Bericht der "Bild-Zeitung" hervor.

Demnach soll das Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen und das Halten in Schutzstreifen künftig bis zu 100 Euro kosten. Bisher waren es maximal 30 Euro.

Zudem sollen Autos mit mindestens 3 Insassen auf Busspuren fahren dürfen. "Dazu wird auch ein entsprechendes Sinnbild als Grundlage für ein Zusatzzeichen geschaffen, mit dem die Straßenverkehrsbehörden der Länder die Freigabe von Bussonderfahrstreifen künftig anordnen können", sagte Scheuer der "Bild".

Richtig teuer wird es für Fahrer, die keine Rettungsgasse bilden. Diese werden mit 320 Euro zur Kasse gebeten, außerdem droht ein Monat Fahrverbot.

Scheuer argumentierte: "Wir finden es gerecht, dass jeder, der die Rettungsgasse blockiert, hart bestraft wird - denn hier geht es um Leib und Leben."

Mehr Schutz für Fußgänger und Radfahrer

Besonders gefährdet: Radfahrer im Straßenverkehr.
Besonders gefährdet: Radfahrer im Straßenverkehr.  © Bernd Wüstneck/dpa

Die Gesetzesreform dürfte Fußgänger und Radfahrer freuen. Diese sollen künftig mit einem Mindestabstand von 2 Metern, statt 1,5 Metern von Autos überholt werden dürfen.

Zudem sei ein Verkehrsschild geplant, das Autos das Überholen von Fahrrädern ganz verbietet.

Anders als bisher soll der "grüne Pfeil" beim Rechtsabbiegen künftig auch für Radfahrer gelten.

Die geplanten Änderungen sollen noch dieses Jahr im Kraft treten. Der Bundestag und Bundesrat müssen der Reform zunächst noch vorstellen.

Andreas Scheuer fordert höhere Strafen für Verkehrssünder.
Andreas Scheuer fordert höhere Strafen für Verkehrssünder.  © DPA/Lisa Ducret

Titelfoto: dpa / Lisa Ducret


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