Diese Drogen werden in Zwickau am häufigsten konsumiert





Wolfgang Wetzel (48) von der Caritas-Suchtberatung: "Die Crystal-Welle ist 
noch nicht vorbei.“
Wolfgang Wetzel (48) von der Caritas-Suchtberatung: "Die Crystal-Welle ist noch nicht vorbei.“  © Frank Harnack

Zwickau - Die Suchtberatung der Caritas in Zwickau: für viele Drogenabhängige die letzte Chance, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wolfgang Wetzel (48) leitet die Abteilung seit 19 Jahren - er kennt die Drogenproblematik der Muldestadt wie kein anderer. Knapp 1000 Klienten suchen bei ihm und seinen Mitarbeitern Hilfe.

Die größte Sorge macht immer noch Crystal Meth, zumindest bei illegalen Drogen. Seit 2011 überschwemmt es, aus Tschechien kommend, explosionsartig Südwestsachsen.

Keine andere illegale Droge wird in Zwickau häufiger konsumiert. Vor allem in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 (16.870 Einwohner). "Durch die Nähe zu Tschechien sind wir eine besonders gefährdete Region“, so Wetzel.

Auch wenn die Zahl der Crystal-Konsumenten im Jahr 2016 (234) im Vergleich zu 2105 (274) leicht zurückging, Entwarnung gibt Wetzel deshalb keinesfalls.

"Die Präventions-Maßnahmen greifen zwar, aber die Crystal-Welle ist noch nicht vorbei“, so Wetzel. Er weiß zudem nur von den Fällen, die den Beratungsstellen bekannt sind. Wie groß die Dunkelziffer ist, weiß niemand.

Schlimmere Ausmaße nimmt nur der Alkoholmissbrauch an: "Droge Nummer eins in Zwickau.“ Doch nur zehn Prozent der Betroffenen, schätzt Wetzel, finden den Weg in die Beratung.

Bei der Caritas waren im Jahr 2016 deshalb 334 Hilfesuchende