Diese Eltern nahmen ihre Kinder ein Jahr lang aus der Schule

Zu sechst waren die Vossebergs ein Jahr lang unterwegs.
Zu sechst waren die Vossebergs ein Jahr lang unterwegs.  © DPA

Oelde/Johannesburg - Nach einer Laster-Fahrt von Deutschland bis an die Südspitze Afrikas zieht eine sechsköpfige Familie aus Nordrhein-Westfalen eine positive Bilanz.

Ob Straßensperren des Militärs, unwillige Grenzbeamte, Stromausfälle oder sich in Matsch auflösende Feldwege, "in Afrika gibt es immer eine Lösung", sagt Vater Jochen Vosseberg.

"Wenn wir in Not waren, haben uns immer Leute geholfen." Vieles sei nicht so organisiert wie in Europa, aber dafür gebe es Kreativität und guten Willen, eine Lösung zu finden.

Familie Vosseberg ist im August in Oelde im Münsterland zu ihrer knapp einjährigen Reise aufgebrochen und hat seither bereits gut 32.000 Kilometer zurückgelegt.

Sie leben dabei zu sechst in einem umgebauten Laster auf etwa zehn Quadratmetern Wohnfläche: Mutter Judith Vosseberg (45), Vater Jochen (47) und die Kinder Marie (8), Ruben (10), Lea (12) und Hannah (16).

Zunächst fuhren sie über den Balkan nach Griechenland, von dort mit der Fähre nach Ägypten, dann auf der Ostseite Afrikas hinunter bis Südafrika.

Die Kinder wurden für die Reise für ein Jahr von der Schule befreit. Ende Juni wird der Laster aus Namibia verschifft werden, die Familie fliegt zurück.

"So sehr wir das Reisen genossen haben, so sehr freuen wir uns auch wieder auf den Alltag zu Hause", sagt die Mutter.

Titelfoto: DPA


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