Diese Schrottkarre will noch in die Mongolei

Das schwere Gepäck hat den VW (Bj. 1972) nicht platt gedrückt: Das Dach wurde vom kalifornischen Vorbesitzer um einige Zentimeter tiefergelegt.
Das schwere Gepäck hat den VW (Bj. 1972) nicht platt gedrückt: Das Dach wurde vom kalifornischen Vorbesitzer um einige Zentimeter tiefergelegt.

Dresden - Dass diese alte Schüssel überhaupt noch rollt... Mehr als 440.000 Kilometer hat der Käfer (Baujahr 1972) auf dem Tacho. 10.000 kommen nun noch dazu, denn die Schrottkarre nimmt teil am schrägsten Rennen der Welt. In Dresden macht sie gerade Halt, um sich neues Reifen-Profil zu beschaffen.

Jonathon Vogel (51) und Lief Morin (47) sind mit ihrem Gefährt extra aus Los Angeles (Kalifornien) angereist, um mitzumachen. „Es war eine spontane Idee beim Abendessen. Unsere Frauen schüttelten mit den Köpfen, aber die wissen schon lange, dass wir ein bisschen verrückt sind“, so Jonathon schmunzelnd zur MOPO.

Die sogenannte „Mongol Rallye“ ist ein Rennen ohne Sieger. Ziel ist es nur, bis Mitte August in der Mongolei anzukommen. Start war Sonntag in London. Einzige Bedingung: Das Auto muss eine Schrottkarre sein, der keiner mehr zutraut, auch nur 100 Kilometer zu schaffen.

Jonathon Vogel (51, li) und Lief Morin (47) aus Los Angeles sind auf weiter Reise im alten Käfer.
Jonathon Vogel (51, li) und Lief Morin (47) aus Los Angeles sind auf weiter Reise im alten Käfer.

„Das Rennen hat außerdem einen karitativen Zweck. Alle 250 Teams suchen vorab Sponsoren, deren Logos auf dem Auto angebracht werden. Das Geld wird dann gespendet. Wir haben 10.000 US-Dollar zusammenbekommen und spenden sie an einen Verein, der sterbenden Kindern einen letzten Wunsch erfüllt“, so Jonathon.

Erster Stopp war nun gestern in Dresden. Die Reifen sind runter. Als sie im Hotel Artushof (Fetscherplatz) ankamen, fragten sie Hotelchef Steffen Zuber (52) nach einer möglichen VW-Werkstatt: „Ich hab sie ins VW-Zentrum Hamburger Straße geschickt, wo ihnen geholfen wurde.“

Nach einem Termin an der VW-Manufaktur geht es dann am Mittwochnachmittag weiter in Richtung Mongolei. „Von 250 Teams kommen etwa die Hälfte an. Wir werden dazugehören“, so Jonathon. Mit Reifen aus Dresden!

Fotos: Eric Münch


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